Finanzprofessor heisst Lohndeckel-Initiative gut
1:20 wäre wahrscheinlich angebrachter
publiziert: Sonntag, 20. Okt 2013 / 12:32 Uhr
Finanzprofessor Marc Chesney vom Institut für Banking und Finance der Universität Zürich unterstützt die 1:12-Initiative.
Finanzprofessor Marc Chesney vom Institut für Banking und Finance der Universität Zürich unterstützt die 1:12-Initiative.

Bern - Finanzprofessor Marc Chesney stellt sich auf die Seite der 1:12-Initiative. «1:20 wäre für die Schweiz wahrscheinlich angebrachter als 1:12», sagte er. Aber jetzt gehe es um die Wahl zwischen 1:12 und Status quo. «Ich werde klar für die Initiative stimmen.»

5 Meldungen im Zusammenhang
Die Lohnentwicklung in der Finanzbranche sei in den vergangenen 30 Jahren völlig ausser Kontrolle geraten. «Die heutigen Lohndifferenzen sind weder moralisch noch ökonomisch vertretbar», sagte Chesney, der am Institut für Banking und Finance der Universität Zürich unterrichtet.

Dass Grossbanken bei einem Ja zur Initiative ins Ausland abwandern, bezweifelt er. «Die Institute sollten bei einem Wegzug ihre faktische Staatsgarantie verlieren - das heisst, dass sie in einem finanziellen Notfall, wie er etwa 2008 bei der UBS aufgetreten ist, nicht mehr mit Schweizer Steuergeldern gerettet werden könnten.»

«Mal sehen», fragt Chesney, «welcher ausländische Steuerzahler in diesem Fall einspringen würde: der Amerikaner, der Engländer, oder der Singapurer? Bonne Chance!»

(asu/sda)

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Unser System
Genau.

Hauptgrund ist und bleibt, dass in einer liberalen, sozialen Demokratie mit freier Marktwirtschaft der Staat nicht vorzuschreiben hat, was Firmen und Leute mit Ihrem eigenen Risiko und Geld machen.

Zusammen mit den anderen Vorstössen, den Vorschriften und der Verrat des Finanzplatzes, wir sich die Schweiz sehr schnell der EU anpassen. Negativ vor allem. Aber das ist ja auch gewollt.
1:12 oder 1:100
Den Sozis wäre dies völlig egal. Sie wissen auch, dass die Vorlage auf das Lohngefüge vorerst keinen bis sehr geringen Einfluss haben wird. Das wird sogar in den meisten Kommentaren in Kauf genommen. Man setzt einmal mehr auf "FaustimSack-Demokratie", alias Symbolpolitik.

Es wird aber in Wirklichkeit mehr als ein Symbol sein, sollte diese Vorlage oder die Mindestlohninitiative angenommen werden. Ziel ist, eine Art Lohnpolizei einzuführen. Dies bestätigt auch die Ankündigung von SS, sogenannte Geschlechter-Lohngleichheit durchsetzen zu wollen.
In jedem Fall müsste eine neue Behörde die Lohnvereinbarung zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern überwachen; der Inhalt von Arbeitsverträgen wird damit für Behörden einsichtlich. Bis anhin ist das höchstens im Streitfall und bei Bezügern von Versicherungsleistungen der Fall.

Das wäre in meinen Augen ein zünftiger Schritt in Richtung noch mehr Kontrollstaat. Die Sozis zeichnen sich in den letzten Jahren durch eine Reihe von Initiativen und Vorstössen aus, die allesamt offensichtlich auf die Förderung des Kontroll- und Überwachungsstaats abzielen. Zuvorderst die Kontrolle über das Konto durch die Abschaffung des Bankgeheimnisses und dahinter gleich die Lohnpolizei.
Wer da nicht merkt, dass hier auf leisen Sohlen, aber mit johlender Unterstützung der fehlgeleiteten Masse der real existierende Stalinismus eingeführt werden soll, der muss wirklich Pfirsiche auf den Augen haben.
Deppen an die Macht
So, so Professor! Der soll mal raus in die Wirtschaft. Diese Woche hatte ich Kontakt mit Investment Gesellschaften die auch ohne 1:12 aus der Schweiz wegziehen. Alle hatten die gleiche Begründung "Die ständige Verschlechterung der Rahmenbedingungen zusammen mit den hohen Kosten in der Schweiz rechtfertigen es nicht mehr hier zu bleiben."

Die 1:12 alleine macht es nicht. Aber der Stimmbürger hat oft eine Problem die Salamischeiben zusammenzuführen. Es ist die Summe an Verschlechterungen, welche die Schweiz umbringen.

Sollte die 1:12 angenommen werden, sehen die Dummen dann was sie davon in Kombination mit den anderen Massnahmen erhalten werden.

Wenn ich die Kommentare im Tagi lese, dann ist mir Angst und Bang wie viele Sozialisten Idioten da draussen rumlaufen.
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