Handys zum Abwaschen und mit dem TGV durchs Emmental
1. April: Wie die Medien ihr Publikum aufs Kreuz legten
publiziert: Samstag, 1. Apr 2000 / 17:05 Uhr

Bern - «Die Partei» für murrende Parteimitglieder, Handys fast umsonst oder der TGV durchs Emmental: Mit solchen und anderen erfundenen Geschichten schickten die Schweizer Medien am Samstag zahrleiche Leser und Hörerinnen in den April.

«Die Partei» solle zum Sammelbecken von abtrünnigen SVP- Mitgliedern, parteimüden SP-Anhängern, versprengten LdU-Mitglieder und den «Letzten der Freien Liste» sein, schrieb der «Bund». Prominente SVP-Politikerinnen und Politiker seien bereits Mitglied.
Diesselben Leute sollen - so berichtete «Radio 24» - auch in die neu gegründete «Liberale Volks-Partei» (SLVP) eingetreten sein. Treibende Kraft dieser Parteigründung soll SVP-Nationalrätin und Blocher-Kritikerin Lisbeth Fehr sein.

Ausbürgerungen
Nicht nur die Medien, auch Parteien und Grossverteiler erlaubten sich am Samstag einen Scherz. Die Jungsozialisten Bern nahmen ein ernstes und aktuelles Thema zum Anlass, die politischen Gegner lächerlich zu machen. Per Communiqué teilten die Jusos mit, sie lancierten eine Volksinitiative «Ausbürgerungen vors Volk».
Der umstrittene Einbürgerungsentscheid der Luzerner Gemeinde Emmen hat nun auch gerichtliche Folgen: Die Produzenten von Emmentaler klagen Emmen deswegen ein, berichtete die Genfer Tageszeitung «Le Courrier».

Ein Grosserfolg war der Scherz von Grossverteiler «Migros» in Huttwil BE, der für Samstag «Handys» für einen Franken und ohne jegliche Verpflichtung versprach. Schon vor Ladenöffnung warteten 80 Personen. Insgesamt 200 Personen erhielten tatsächlich ein Handy- allerdings handelte es sich dabei um das gleichnamige Abwaschmittel des Grossverteilers.

TGV durchs Emmental
Die Bahnverbindung durchs Emmental und Entlebuch zwischen Bern und Luzern sollte nach einem Bericht von «Radio Emme» ab dem Fahrplanwechsel um eine Attraktion reicher werden: Künftig würde der französiche Hochgeschwindigkeitszug TGV Luzern mit Paris verbinden. Neugierige wurden zur gratis Probefahrt mit dem Hightech- Zug eingeladen.
Als eigentliche Goldgruben entpuppten sich am 1. April die Baustellen für die Bahn 2000. Der «Tages-Anzeiger» berichtete von einem «Riesen-Gold-Nugget», das genau unter der Druckerei auf der unterirdischen Baustelle für den Bahn-2000-Tunnel gefunden worden sei. Laut «Langenthaler Tagblatt» stiessen die Bahn 2000-Bauer auch im Oberaargau auf Gold.

Nicht das Gold- sondern das Olympia-Fieber scheint in Graubünden ausgebrochen: Das Bündner Tagblatt berichtet über das Grossprojekt «Trist-Arena», mit dem sich Chur als Olympia-Stadt ins Spiel bringe. Zudem wolle der Promotor für Olympia 2010 in Graubünden, Ständerat Christoffel Brändli (SVP), eine «Olympia-Aktie» lancieren, berichtete «Die Südostschweiz».

Rettet die Wollmotte
Die renommierte «Neue Zürcher Zeitung» erlaubte sich eine «tierischen» Scherz: Um die vom Aussterben bedrohte Wollmotte zu retten, rief die NZZ ihre Leser dazu auf, alte Wollstoffe und- kleider zu spenden.
Der Solothurner Lokalsender «Radio 32» veröffentlichte ein weiteres Projekt im Zuge des ambitionierten Sparprogramms der Regierung: Der Solothurner Abschnitt der Aare soll an die Nachbarn Bern und Aargau verkauft werden.
In Bern und St. Gallen wurde zum Casting für eine Fernsehsendung à la «Robinson» geladen. Bei den Berner Lokalmedien «Radio ExtraBern» und «TeleBärn» sollten für «Big Robinson» die Teilnehmer auf einer Insel im Thunersee, beim St. Galler Tagblatt im Alpstein ausgesetzt werden.

(ba/sda)

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