1. Mai: Über 300 000 Franken Sachschaden
publiziert: Mittwoch, 2. Mai 2007 / 15:12 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 2. Mai 2007 / 15:30 Uhr

Zürich - Einen Tag nach den 1.-Mai-Ausschreitungen in Zürich sitzen noch zwei Personen in Haft. Insgesamt waren am Dienstag 103 Personen verhaftet worden. Der angerichtete Sachschaden wird von der Polizei derzeit auf über 300 000 Franken geschätzt.

Bei den Ausschreitungen sind drei Stadtpolizisten leicht verletzt worden.
Bei den Ausschreitungen sind drei Stadtpolizisten leicht verletzt worden.
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Bei den festgenommenen Personen handelt es sich um 77 Männer und 26 Frauen, wie die Zürcher Stadtpolizei in einer Mitteilung schreibt. Davon sind 23 Personen minderjährig, die grosse Mehrheit der übrigen Festgenommenen ist zwischen 18 und 25 Jahre alt. 13 Personen sind über 26 Jahre alt.

Etwa ein Fünftel hat Wohnsitz in der Stadt Zürich (24). Beinahe die Hälfte wohnt im Kanton Zürich (42). Zudem wurden Personen aus den Kantonen Aargau, Basel, Thurgau, Bern, Luzern, Nidwalden, Schwyz und Uri festgenommen. Sechs Verhaftete wohnen in Deutschland, zwei in Belgien und je eine Person in England und Italien.

Bei der Mehrheit der Festgenommenen handelt es sich um Schweizer Bürger. Die anderen Personen stammen aus Deutschland, der Türkei, aber auch aus Albanien, den USA, Italien, Kroatien, Portugal, Belgien, England, Liechtenstein, Mazedonien, Russland, Serbien, Spanien und Sri Lanka.

Strafverfahren

Die meisten von ihnen müssen mit einem Strafverfahren rechnen. Angelastet werden ihnen etwa Teilnahme an einer unbewilligten Demo, Landfriedensbruch, Gewalt und Drohung gegen Beamte, Sachbeschädigung, Verstoss gegen das Vermummungsverbot oder Hinderung einer Amtshandlung.

Punkto Schadensbilanz ist die Stadtpolizei noch zurückhaltend. Sie rechnet, dass sich in den nächsten Tagen noch Geschädigte melden werden. In der Umgebung des Helvetiaplatzes beläuft sich der Schaden an Fahrzeugen und Gebäuden auf deutlich über 300 000 Franken, wie die Stadtpolizei weiter mitteilte.

(fest/sda)

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