Milliardenklage
10.000 ehemalige Arbeiter einer Fabrik wollen fünf Milliarden Dollar
publiziert: Dienstag, 8. Aug 2000 / 15:31 Uhr

Paducah/USA - In den USA nehmen die Schadenersatzklagen immer skurrilere Formen an. Ehemalige Mitarbeiter einer Fabrik des Energieministeriums, die radioaktiver Strahlung ausgesetzt gewesen sein sollen, haben am Montag im Staat Kentucky eine Sammelklage in mehrstelliger Milliardenhöhe wegen Verschwörung zwischen Regierung und den Managern der Anlage eingereicht.

Wie ihr Anwalt William McMurry mitteilte, haben sich der Klage 10.000 Arbeiter der Gaseous Diffusion Plant in Paduca angeschlossen, von denen jeder fünf Milliarden Dollar (10,75 Milliarden Mark/5,15 Milliarden Euro) verlangt. Als Beklagte werden Manager der Anlage bis in Jahr 1952 zurück, verschiedene Betreibergesellschaften, Bundesbehörden und Energieminister Bill Richardson aufgeführt.
In der Klageschrift wird ihnen vorgeworfen, die Arbeiter radioaktiver Strahlung und anderen für den Menschen gefährlichen Substanzen ausgesetzt zu haben. Minister Richardson wird aufgefordert, die Namen von Regierungsbeamten herauszugeben, die an der mutmaßlichen Verschwörung beteiligt gewesen seien.
In einer zweiten Klage werden bestimmte Fälle herausgegriffen, in denen betroffene Arbeiter an seltenen Tumoren erkrankten, die unter anderem durch Verstrahlung mit Plutonium verursacht worden sein sollen. Erst im Juli hatte ein Geschworenengericht in Florida die fünf größten Tabakkonzerne der USA zur Zahlung der Rekordsumme von 145 Milliarden Dollar an kranke Raucher verurteilt. Die Konzerne kündigten Berufung an. Der Rechtsstreit kann sich über Jahre hinziehen. Die US-Handelskammer bezeichnete das Urteil als «ein widerliches Symptom eines außer Kontrolle geratenen Gerichtssystems.»

(AP)

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