10-jähriger Knabe rettet Skifahrer aus Lawine
publiziert: Sonntag, 20. Jan 2008 / 17:37 Uhr

St. Moritz - Dank eines 10-jährigen Knaben ist am Samstag im Corvatschgebiet bei St. Moritz GR ein Skifahrer aus einer Lawine gerettet worden. Der Bub befreite sich selbst aus dem Schnee und holte zu Fuss Hilfe.

Die Rega konnte den Skifahrer eine halbe Stunde nach dem Lawinenniedergang ins Spital fliegen. (Symbolbild)
Die Rega konnte den Skifahrer eine halbe Stunde nach dem Lawinenniedergang ins Spital fliegen. (Symbolbild)
Der Knabe war zusammen mit dem 40-jährigen Skifahrer abseits der Pisten unterwegs, als sich eine Lawine löste und sie beide erfasste. Wie die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) mitteilte, wurde der Erwachsene ganz verschüttet. Der teilweise verschüttete Knabe befreite sich selbst.

Da er seine Skier verloren hatte, eilte der 10-Jährige zu Fuss in ein nahes Berghaus. Dort schlug er Alarm. Den Skipatrouilleuren beschrieb er den Unfallort genau, so dass die Suche nach dem Verschütteten rasch aufgenommen werden konnte.

Unter einem Meter Schnee

Zusammen mit einer Besatzung der Rega-Basis Samedan orteten die Retter mit elektronischen Suchgeräten ein Signal und bargen den Verschütteten eine halbe Stunde nach dem Lawinenniedergang. Ein in seine Wintersportausrüstung eingenähter RECCO-Reflektor hatte auf seine Spur geführt. Der Mann lag unter gut einem Meter Schnee begraben.

Wie die Rega weiter schreibt, war der Geborgene leicht unterkühlt, sonst aber in stabilem Zustand. Das sei einer genügend grossen Atemhöhle zu verdanken, die der Verschüttete hatte. Er wurde nach Samedan ins Spital geflogen.

Zwei Suchgeräte

RECCO ist das Lawinenverschütteten-Suchsystem einer gleichnamigen schwedischen Firma. Es arbeitet mit passiven Reflektoren und aktiven Suchgeräten nach Radar-Prinzip. Die Reflektoren benötigen keine eigene Energieversorgung und können in Wintersportbekleidung und -ausrüstung eingebaut werden.

Wie Rega-Sprecher Gery Baumann der Nachrichtenagentur SDA auf Anfrage sagte, suchen die Retter Lawinenkegel jeweils gleichzeitig mit dem RECCO-Suchgerät und dem Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS) ab.

Das LVS basiert auf dem Funkprinzip und hat gegenüber RECCO einen Vorteil: Geschwindigkeit. Das Gerät sendet konstant Signale aus. Wird nun jemand verschüttet, stellen die unversehrten Mitglieder einer Tourengruppe ihre Geräte auf «Empfang», so dass sie gleich mit der Signalortung beginnen können.

(tri/sda)

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