4471 Vergiftungsfälle 2010
10 tödliche Unfälle mit Gift im letzten Jahr
publiziert: Dienstag, 9. Aug 2011 / 17:11 Uhr
Giftige Pflanzen und Pilze hatten insgesamt 171 Vergiftungen zur Folge.
Giftige Pflanzen und Pilze hatten insgesamt 171 Vergiftungen zur Folge.

Zürich - Zehn Menschen sind im vergangenen Jahr in der Schweiz an einer Vergiftung gestorben. Unter den Opfern waren keine Kinder, wie das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum am Dienstag mitteilte. Am häufigsten sind Vergiftungen durch Medikamente.

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Medikamente werden einerseits häufiger als andere Gifte für Suizide verwendet. Anderseits aber handelt es sich laut Tox-Zentrum auch bei Medikamenten überwiegend um Unfälle. Die Fachleute betonen deshalb einmal mehr, Arzneimittel vor unbefugtem Zugriff sicher aufzubewahren und die richtige Dosierung genau zu beachten.

Insgesamt führte das Tox-Zentrum im vergangenen Jahr über 34'000 Beratungen durch. Aber nur in einem Bruchteil aller Fälle erfahren die Fachleute vom Tox-Zentrum via behandelnde Ärzte, wie die Vergiftung verlaufen ist, wie Direktor Hugo Kupferschmidt auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Im Jahr 2010 waren dies 4471 Vergiftungsfälle.

218 schwere Medikamentenvergiftungen

Von den rund 10'000 Medikamentenvergiftungen, um die es bei den Beratungen ging, erfuhr das Tox-Zentrum Näheres von 2849. Sieben verliefen tödlich. Bei 218 Patienten - darunter sechs Kinder - handelte es sich um schwere Vergiftungen.

An zweiter Stelle in der Vergiftungs-Rangfolge führt das Tox-Zentrum die Haushaltprodukte auf: Putzmittel und dergleichen führten zu 436 Vergiftungen. Davon verlief eine tödlich, neun Personen - darunter drei Kinder - erlitten eine schwere Vergiftung. Je eine tödliche Vergiftung gab es mit technischen/gewerblichen Produkten beziehungsweise mit landwirtschaftlichen Produkten.

Giftige Pflanzen und Pilze, ein Horror für viele Eltern kleiner Kinder, hatten insgesamt 171 Vergiftungen zur Folge - bei Kindern handelte es sich aber in keinem Fall um eine schwere Vergiftung, bei Erwachsenen war dies dagegen fünfmal der Fall.

(bert/sda)

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