Millionenfaches der erlaubten Strahlung
100'000 Tonnen höchst radioaktives Wasser in Japan
publiziert: Freitag, 3. Jun 2011 / 19:18 Uhr
Nach dem Auftreffen der Welle geriet massenweise verstrahltes Wasser wieder ins Meer.
Nach dem Auftreffen der Welle geriet massenweise verstrahltes Wasser wieder ins Meer.

Tokio - Im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima befinden sich mehr als 100'000 Tonnen hochgradig radioaktiv verseuchtes Wasser. Das gab der Betreiber Tepco bekannt.

7 Meldungen im Zusammenhang
Der Konzern fürchtet angesichts der nahenden Regenzeit, dass die strahlende Brühe überlaufen könnte. Neben Millionen Litern Wasser, die die Reparaturtrupps im Atomkraftwerk zur Kühlung in die Reaktoren pumpten, haben auch starke Regenfälle bei einem Taifun das verseuchte Wasser in der japanischen Atomruine weiter steigen lassen.

Im Reaktor 1 sind laut Tepco 16'200 Tonnen, in Reaktor 2 weitere 24'600 Tonnen, in Reaktor 3 rund 28'100 Tonnen und in Reaktor 4 22'900 Tonnen strahlendes Wasser. Rund 13'300 Tonnen seien bereits in einen Auffangbehälter abgepumpt worden.

Die insgesamt 105'100 Tonnen Wasser hätten eine Radioaktivität von geschätzt 720'000 Terabecquerel. Das entspricht dem Dreimillionenfachen der im Jahr erlaubten Menge.

Am 15. Juni will Tepco ein Wasserreinigungssystem in Betrieb nehmen, mit dem täglich 1200 Tonnen gefiltert werden können. Zudem soll Mitte August ein zusätzlicher Auffangtank installiert werden, in den rund 100'000 Tonnen hochgradig verseuchtes Wasser passen.

Zwei Angestellte verstrahlt

Bei zwei Beschäftigten des Atomkraftwerks Fukushima wurde ein Überschreiten der jährlichen Höchstdosis an radioaktiver Strahlung gemessen. Das teilte der Kraftwerksbetreiber Tepco am Freitag mit.

Rund 40 weitere Arbeiter der Anlage würden derzeit überprüft, hiess es. Einige von ihnen seien stark belastet. Das betreffe vor allem die, die zu Beginn der Atomkatastrophe nach dem Erdbeben und dem Tsunami am 11. März nicht die richtige Schutzkleidung gehabt hätten.

Die Regierung hatte angesichts der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima die zulässige Strahlungshöchstgrenze von 100 Millisievert auf 250 Millisievert angehoben, damit die Arbeiter die Lage in dem Kraftwerk unter Kontrolle bringen konnten.

(dyn/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Tokio - Die radioaktive Verseuchung um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima wird immer ernster. Wie der Betreiber Tepco ... mehr lesen
Wasserleitungen im AKW Fukushima.
Teeplantage in Shizuoka.
Tokio - Drei Monate nach Beginn der Atomkatastrophe nimmt die ... mehr lesen 3
Tokio - In Japan droht radioaktiv verseuchtes Wasser nun auch aus dem zweiten Fukushima-Atomkraftwerk in den Pazifik zu ... mehr lesen
Wassersperre: Zuvor flossen aus Fukushima 1 riesige Mengen an kontaminiertem Wasser (Archivbild).
Tokio - Im schwer beschädigten Atomkraftwerk Fukushima bereitet das radioaktiv verstrahlte Wasser den Ingenieuren immer grössere Probleme. Der Kraftwerksbetreiber Tepco erklärte am Sonntag, 1500 Tonnen Wasser sollten in Tanks zwischengelagert werden. Auf diese Weise soll ein Überlaufen verhindern werden. mehr lesen 
Arbeiten im AKW Fukushima.
Tokio - Im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima steigt die radioaktive Strahlung. Wie ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Tokio - In der japanischen Kernkraftwerksruine Fukushima macht weiter hoch radioaktiv verstrahltes Wasser Probleme. Im ... mehr lesen
Kühlwasser im Reaktor 4 von Fukushima.
Aufräumarbeiten in Fukushima.
Tokio - Nach der Entdeckung von ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
Die örtliche Verwaltung in der Region kämpft mit grossen ...
Mehr als 100'000 Überlebende in Notunterkünften  Kumamoto - Nach der Erdbebenserie in Japan mit mindestens 42 Toten herrscht in den Notaufnahmelagern weiter Mangel an Lebensmitteln. Am Montag harrten noch immer mehr als 100'000 Überlebende in Notunterkünften aus, wie örtliche Medien berichteten. mehr lesen 
Mehr als 40 Tote  Kumamoto - Nach heftigen Erdbeben im Südwesten Japans ist die Gesamtzahl der getöteten Personen auf mindestens 41 angestiegen. Rund ... mehr lesen  
Tsunami-Katastrophe jährt sich  Fukushima - Mit einer Schweigeminute hat Japan der Opfer der von einem Erdbeben ausgelösten ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2823
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Nach Frauenfeld, verehrter zombie wo sie sich mit der Maffia zu einem Zombiestaat vereinen und ganz ... Mi, 01.06.16 11:02
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 10°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 11°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig stark bewölkt, Regen
St. Gallen 10°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 9°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Luzern 11°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 11°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig stark bewölkt, Regen
Lugano 16°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten