1000 Verletzte bei G8-Demo
publiziert: Sonntag, 3. Jun 2007 / 12:05 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 3. Jun 2007 / 12:31 Uhr

Rostock - Bei den Strassenschlachten am Samstag in Rostock sind nach Angaben von Polizei und Veranstaltern der Demonstration knapp 1000 Menschen verletzt worden. Mindestens 520 G-8-Gegner erlitten Verletzungen, 20 von ihnen schwere.

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Dies sagte Mani Stenner von der Demonstrationsleitung. Die Polizei sprach von 433 verletzten Beamten, davon 33 mit schweren Verletzungen. Zur Zahl der Festnahmen gab es unterschiedliche Angaben: Die Polizei erklärte, 125 G-8-Gegner seien festgesetzt worden.

Eine Sprecherin des anwaltlichen Notdienstes für die Demonstration sagte dagegen, es habe mindestens 165 Festnahmen gegeben. Die Polizei habe unverhältnismässig viel Gewalt angewandt, kritisierte sie.

Am Samstag war eine Grossdemonstration von mehreren 10'000 Gegnern des G-8-Gipfels kommende Woche in Heiligendamm zunächst friedlich gestartet. Am Nachmittag kam es jedoch zu schweren Ausschreitungen zwischen Mitgliedern der autonomen Szene und der Polizei.

Vertreter der Demonstrations-Veranstalter und die Polizei nannten übereinstimmend den Angriff von Autonomen auf ein Polizeifahrzeug als Auslöser der Gewalttätigkeiten. Der Koordinator des Rostocker Anti-G8-Bündnisses, Monty Schädel, kritisierte die Polizei scharf.

«Stümperhaft und unprofessionell»

Die Polizei habe nicht zur Deeskalation beigetragen, sagte er. Die Einsatzkräfte seien nach der Attacke auf den Polizeiwagen «stümperhaft und unprofessionell vorgegangen».

Nach Darstellung der Polizei waren die Einsatzkräfte mit Stöcken, Steinen und zerbrochenen Steinplatten «in bisher nicht gekannter Brutalität» attackiert worden. Diese Angriffe hätten erst mit Wasserwerfern abgewehrt werden können.

Die Polizei schätzte, dass rund 30'000 Personen an der Grossdemonstration gegen den bevorstehenden G-8-Gipfel in Heiligendamm teilgenommen hatten. Die Veranstalter dagegen sprachen von 80'000 Demonstrierenden.

(dl/sda)

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