12 000 Menschen wegen Gasleck evakuiert
publiziert: Montag, 25. Dez 2006 / 12:42 Uhr

Peking - Nach einem Gasleck bei Bohrarbeiten sind in Südwestchina 12 000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Experten studierten neue Möglichkeiten, hiess es.
Experten studierten neue Möglichkeiten, hiess es.
Seit dem Ausbruch am Donnerstag im Kreis Xuanhan (Provinz Sichuan) versuchten Spezialteams vergeblich, das Bohrloch mit tonnenweise Zement oder Erde zu verschliessen.

Nach einem gescheiterten Versuch am Sonntag studierten Experten jetzt neue Möglichkeiten, meldete Xinhua. «Rund 300 Kubikmeter Schlamm wurden ins Bohrloch geschüttet, aber ohne Wirkung zu erzeugen», sagte der Vizechef He Shenghou vom Krisenstab.

«Keine Schadstoffe gemessen»

Nach Angaben der Umweltbehörden sind in der Luft keine gefährlichen Schadstoffe gemessen worden. Schon drei Stunden nach dem Unglück hätten Rettungsteams an vier Stellen etwa 100 Meter vom Bohrloch entfernt grosse Feuer entfacht, um eventuell giftige Gase zu verbrennen.

Da die Bohrungen noch nicht weit vorgedrungen waren, «ist weniger Schwefelwasserstoff als erwartet entwichen», schrieb die Tageszeitung «Shanghai Daily».

Erinnerung an Katastrophe

Vor drei Jahren passierte ebenfalls kurz vor Weihnachten im Kreis Kaixian nahe der benachbarten Metropole Chongqing ein ähnliches Unglück, bei dem mindestens 193 Menschen ums Leben kamen. Rund 9000 Menschen erlitten damals Vergiftungen.

(ht/sda)

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