13 Jahre Haft für Berlusconis Ex-Anwalt Previti beantragt
publiziert: Samstag, 19. Okt 2002 / 19:40 Uhr

Mailand - Die Mailänder Staatsanwaltschaft hat 13 Jahre Haft für den ehemaligen Verteidigungsminister Cesare Previti, Ex-Rechtsanwalt des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, wegen mutmasslicher Korruption beantragt.

Previti, Ex-Abgeordneter der Berlusconi-Partei Forza Italia, wird beschuldigt, für Berlusconis Medienkonzern Fininvest Ende der 80-er Jahre einige Richter geschmiert zu haben, um die Kontrolle über den Verlag Mondadori zu erhalten.

Berlusconi stand in diesem Verfahren selbst bereits als Angeklagter vor Gericht. Der Vorwurf wurde im vergangenen Jahr wegen Verjährung fallen lassen. Der Prozess läuft nunmehr gegen Previti, andere Fininvest-Manager und Richter.

Zehn Jahre Haft forderten die Mailänder Staatsanwälte für die ehemaligen römischen Richter Renato Squillante und Filippo Verde, die das Fininvest-Geld eingesteckt haben sollen.

13 Jahre Haft wurden ausserdem für den römischen Verwaltungsrechtler Attilio Pacifico beantragt, der die Bestechungsgelder an Squillante übergeben haben soll und deshalb verhaftet worden war. Für alle Angeklagten wurde ausserdem ein Verbot für die Ausübung öffentlicher Ämter beantragt.

Der Prozess hält die italienische Öffentlichkeit im Bann. Regierungschef Berlusconi wird von der Opposition beschuldigt, mit verdächtigter Eile ein umstrittenes Gesetz im Parlament durchbringen zu wollen, um seinem Vertrauensmann Previti hohe Strafen zu ersparen.

Der Vorlage zufolge sollen Angeklagte die Verlegung des Prozesses in eine andere Stadt beantragen dürfen, wenn begründeter Verdacht besteht, dass das Gericht in seinem Urteil nicht unabhängig ist. Sollte das Gesetz durchgebracht werden, könnte der Previti-Prozess in eine andere Stadt verlegt werden und von vorne beginnen. Wegen Verjährung könnte das Verfahren suspendiert werden.

(ps/sda)

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