Volksinitiative geglückt
130'000 Schweizer Unterschriften für ein «bedingungsloses Grundeinkommen»
publiziert: Mittwoch, 31. Jul 2013 / 16:36 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 31. Jul 2013 / 17:23 Uhr
Die Initianten erwarten, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen Freiräume schaffen könnte.
Die Initianten erwarten, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen Freiräume schaffen könnte.

Bern - In der Schweiz entscheidet voraussichtlich das Volk, ob künftig jede Person ein bedingungsloses Grundeinkommen erhält, ob sie nun arbeitet oder nicht. Die Volksinitiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen» ist nach Angaben der Initianten zustande gekommen.

5 Meldungen im Zusammenhang
Man habe über 130'000 Unterschriften gesammelt, teilten die Initianten am Mittwoch mit. 103'641 Signaturen seien bereits beglaubigt. Die Sammelfrist ist noch nicht abgelaufen. Das Komitee hatte bis am 11. Oktober Zeit, die für das Zustandekommen des Begehrens nötigen 100'000 Unterschriften zu sammeln.

Einreichung am 4. Oktober geplant

Das Initiativkomitee will die Unterschriften am 4. Oktober einreichen. Hinter dem Begehren stehen unter anderem der Publizist Daniel Straub, der frühere Bundesratssprecher Oswald Sigg und die Zürcher Rapperin Franziska Schläpfer («Big Zis»).

Die Initiative verlangt ein bedingungsloses Grundeinkommen, das «der ganzen Bevölkerung ein menschenwürdiges Dasein und die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglicht». Den Initianten schwebt ein Betrag von etwa 2500 Franken pro Monat und Person vor.

Für Kinder würde ein Viertel des Betrages für Erwachsene ausbezahlt. Die Höhe des garantierten Grundeinkommens und dessen Finanzierung würden bei einem Ja zur Initiative vom Parlament festgelegt.

Gefahr: Migrantensturm

Arbeitende sollen mit einem Grundeinkommen ebenso viel Geld in der Tasche haben wie bisher. Zum Beispiel soll eine erwerbstätige Person, die derzeit 6000 Franken Lohn vom Arbeitgeber erhält, neu 2500 Franken Grundeinkommen und 3500 Franken Lohn bekommen.

Dass das Grundeinkommen Migranten in die Schweiz locken könnte, ist den Initianten bewusst, wie sie zum Beginn der Unterschriftensammlung im Frühling 2012 sagten. Um Problemen vorzubeugen, brauche es entsprechende Rahmenbedingungen.

Ziel: Freiräume schaffen für idealistische Betätigungen

Die Initianten erwarten, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen Freiräume schaffen könnte für Arbeiten, die man gerne mache, sowie für Weiterbildung oder für kulturelle und politische Betätigungen. Auch würde heute gratis geleistete Arbeit - etwa von Eltern oder für die Pflege von Angehörigen - bezahlt.

 

(dap/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 35 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Bei der wirtschaftsfreundlichen Denkfabrik Avenir Suisse erntet die ... mehr lesen 2
Die Avenir Suisse ist überhaupt nicht mit der Initiative für bedingungsloses Grundeinkommen einverstanden. (Symbolbild)
Reisschale: Beamtenlaufbahn kann für Gold-Version sorgen.
Achtens Asien Über eine Million junge Chinesinnen und Chinesen bewarben sich in einem Examen um 19'000 offene Beamten-Stellen auf ... mehr lesen
Bern - Mit 126'000 Unterschriften hat ein gemischtes Komitee eine ... mehr lesen 1
Auch zur Finanzierung soll der Gesetzgeber eine Regelung finden.
Die Initianten stellen sich eine Auszahlung für jedermann von monatlich 2500 Franken vor.
Bern - Die Urheber der Volksinitiative ... mehr lesen 2
Bern - Die Unterschriftensammlung für die Volksinitiative «Für ein ... mehr lesen 10
Ein bedingungsloses Grundeinkommen kam in der Schweiz schon mehrmals auf das Parkett - jedoch ohne Erfolg.
tschuldigung.
Die automatische Aktualisierung war in meinem Browser off. Darum doppelt gemoppelt.
Geht Hand in Hand.
Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist viel stärker an eine funktionierende, begrenzte (bezüglich Raum und Einwohnerzahl) Volkswirtschaft gebunden, als das heutige offene System der unbegrenzten Einwanderung, deren Opfer in einem stetigen Prozess am unteren Ende herausfallen und in den angeblich so tollen "sozialen Netzen" aufgefangen werden müssen.
Letzteres nennt man eigentlich Elendsbewirtschaftung - auch die generiert jenen, die nicht in den Netzen hängen, weiteren Umsatz.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen kann nur eingeführt werden, wenn es keine, bzw. nur eine minimale und vor allen Dingen kontrollierte Zuwanderung gibt.
Man stelle sich vor, wir würden nächstes Jahr diesen Systemwechsel vollziehen. Was glauben Sie, wie rasch die Notwendigkeit einer Aufkündigung des freien Personenverkehrs anerkannt würde?

Auch die neusten Aussagen aus Bern zeugen von einer Haltung, die nicht erwarten lässt, dass sich das oberste Prozent in diesem Land auf irgendeine Art gewillt zeigen wird, auf dieses ökonomische perpetuum mobile zu verzichten. Das ist wohl etwa so, wie wenn man von einer fetten Sau erwarten würde, dass sie freiwillig auf die stete Zulieferung von Brathähnchen verzichten solle.

Im Parlament dürfte die Unterstützung dieser Vorlagen zur Begrenzung der Einwanderung praktisch = 0 sein. Es darf davon ausgegangen werden, dass man noch sehr lange zu warten hat, bis diese Vorlagen an die Urne gelangen. Der Vorteil: je länger, desto höher die Zustimmung. Das war's dann aber schon mit Vorteilen.
Bis dahin bleibt nur eine Möglichkeit: wir, das Volk, müssen mit negativer Publizität dafür sorgen, dass den Einwanderern die Lust darauf vergeht.
In einer 10-Millionen-Schweiz wird ein Grundeinkommen kaum mehr durchsetzbar sein; wenn sich bis dahin nicht schon banlieus gebildet haben.
Excellente Zusammenfassung!
Ich bin 100%-ig Deiner Meinung!
Grüsse von Froggy
Im Prinzip.
Im Prinzip stimmt das. Aktuell ist es der Schweizer Wirtschaft aber relativ Wurst, wenn einzelne aus Existenzängsten ihren Konsum einschränken.
Denn durch die PFZ werden laufend neue Konsumenten nachgeliefert. Die Schweizer Wirtschaft lebt und floriert zur Zeit ausschliesslich aufgrund dieser Betrugs-Spirale. Die ständig nachgeschaufelten Konsumenten - denn jeder Mensch muss essen, also konsumieren - bescheren den Unternehmen insgesamt höhere Nachfrage. So werden laufend auch eine geringere Zahl neuer Stellen geschaffen, die dann allerdings wiederum zusätzlicher Konsumenten bedürfen.

Mit diesem Betrug wird uns zur Zeit ein "brummender Wirtschaftsmotor" verkauft.
Die Profiteure reiben sich die Hände - ein ökonomisches perpetuum mobile.
Die Verlierer?
Die schleichend zunehmende Zahl Arbeitsloser und Ausgesteuerter, die geschickt in den Statistiken verschleiert wird. Die Gesamtbevölkerung, die bei abnehmender Lebensqualität zu immer mehr Leistung und einem Leben auf immer kleinerem Platz gezwungen wird.
Die Schweizer Staatsbürger, deren Anteil in diesem Land auf diese Weise logisch immer kleiner wird und eines Tages in der Minderheit sein werden.
Die Natur, die durch die immense Bautätigkeit stetig schrumpft.
Der Selbstversorgungsgrad, der schon bald nicht mehr der Rede Wert ist und das Land in immer grössere Auslandsabhängigkeit bringt.

All dies wird von den Lobhudlern der PFZ von links bis rechts einfach schöngeschwatzt. Mit einem einzigen, völlig strunzdummen Satz: die Wirtschaft profitiert.

Ich erwarte von Bundesbern, dass die beiden Vorlagen, die diesen gottverfluchten Betrug an Land und Volk beenden könnten, zügig zur Abstimmung gebracht werden. Sonst müssen wir uns unsere Existenzrechte mit brutaler Gewalt zurückholen.
auch keine Garantie
Jorian, es nützt wenig, Papiergeld und auch Münzen unter dem Kopfkissen aufzubewahren.
Die Sicherheit dort ist zwar geringfügig grösser, als in der elektronischen Datenbank der Bank, da in der Datenbank das Geld auf Knopfdruck verschwunden ist oder der Zugang gesperrt werden kann.
Unter dem Kopfkissen bleibt zwar das Papiergeld physisch mit Sicherheit vorhanden, solange es nicht gestohlen wird, aber dessen Tauschwert ist trotzdem alles andere als sicher.
Edelmetalle?
Nicht einmal Gold und Silber sind sichere Werte, aber im Fall der Fälle bestimmt die zweitbeste Wahl.

Die beste Wahl hat noch immer der Selbstversorger getroffen, denn auch Gold und Silber sind nicht essbar;-)
Kopfkissen oder Bank - Das Geld ist unbeweglich
Natürlich könnte ich das Spargeld auch unter dem Kopfkissen bunkern.
Ausschlaggebend ist DAS es gebunkert wird, solange ich solche Existenzängste habe.
Ob Kopfkissen oder Bank, solange ich mich nicht traue, zu konsumieren, ist das Geld unbeweglich.
Es werden keine Waren umgesetzt, es wird kein Umsatz generiert usw. usw.

Ängstliche Grüsse
Froggy
Natürlich kenne ich ...
... diesen Katalog und auch die anderen erwähnten Inhalte ... Auch die zum kulinariachen Genuss. Aber ansonsten weiss ich nicht, was Sie mir mitteilen möchten ...
Banken
Bei dem wenigen Zins das Geld auf der Bank?

Bei den unsicheren Zeiten ist das Geld besser unter dem Kopfkissen aufgehoben. (Zypern)

Froggy haben Sie eine Ahnung, warum gewisse Damen und Herren, das Bargeld abschaffen wollen?

Weg mit dem Geld, es ist nur Papier. 4% ist Papiergeld und der Rest................. Fragen Sie Ihren Banker oder das Finanzamt.
Angst vor dem Geldausgeben!
Das Bedingungslose Grundeinkommen könnte durchaus der Schweizer Wirtschaft helfen. Die Arbeitsmarktlage ist schwierig, ich habe Zukunftsangst. So bunkere ich jeden Rappen, den ich entbehren kann, auf meinem Sparkonto. Und da bleibt der Zaster auch, denn ich will ja möglichst viele Zinsen kassieren.
Das ist schlecht für die Schweizer Wirtschaft.
Und ich glaube nicht, dass ich die Einzige bin, die es so macht!
Falls sich die Lage nicht bessert, könnte ich mir auch vorstellen, auszuwandern und versuchen, mich mit meinem Ersparten bis zum AHV-Alter durchzuschlagen.
Dann wäre das Geld für die Schweizer Wirtschaft verloren und meine AHV-Rente ebenfalls.
Wenn wir das Bedingungslose Grundeinkommen hätten, dann würde ich wohl eher den Mut haben, mal etwas zu kaufen, was mir Freude macht. Und meine Sparbatzen im Alter hier in meiner Heimat auszugeben.
Delinatkatalog
Von wegen kennen Sie nicht.

Sie haben ihn ja beschrieben!

;-)))
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit ...
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen 3
Unternehmenssteuerreform  Bern - Zu Beginn der Sommersession am Montagnachmittag beugt sich der Ständerat zum zweiten Mal über die Unternehmenssteuerreform III. Von einer Einigung sind die Räte ... mehr lesen
Ständerat und kleine Kammer kommen zu keinem gemeinsamen Nenner.
Gotthard 2016  Altdorf - Die Alpen-Initiative fordert den Bundesrat auf, mit der Verlagerung der Gütertransporte von der Strasse auf die Schiene vorwärts zu machen. Die Mitglieder verabschiedeten an ihrer Mitgliederversammlung eine Resolution an die Adresse von Bundesrätin Doris Leuthard. mehr lesen  
Zustimmung bröckelt  Bern - Bei der Pro-Service-public-Initiative, die von Bundesrat und allen Parteien im Parlament bekämpft wird, zeichnet sich ein offenes Rennen ab. Laut der zweiten SRG-Trendumfrage ist die Zustimmung allerdings gesunken. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 12°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 15°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 15°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 14°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 15°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 13°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 20°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten