14 000 Liberianer wegen Kämpfen nach Guinea geflüchtet
publiziert: Mittwoch, 2. Apr 2003 / 10:56 Uhr

Nairobi/Conakry - Rund 14 000 Zivilisten aus Liberia sind vor heftigen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen ins Nachbarland Guinea geflüchtet.

Liberia liegt an der Westküste Afrikas.
Liberia liegt an der Westküste Afrikas.
Auf ihrer panischen Flucht über den Grenzfluss Macona im Nordosten des Landes ertranken nach Berichten von Hilfsorganisationen zahlreiche Menschen, darunter hauptsächlich Frauen, Kinder und Alte.

Rebellen der Organisation Vereintes Liberia für Aussöhnung und Demokratie (LURD) und Soldaten der Armee von Präsident Charles Taylor lieferten sich heftige Gefechte um die nordöstliche Grenzstadt Ganta.

Die Flüchtlinge, die zunächst Schutz in der guineischen Grenzregion suchten, sollen in Lager weitergeleitet werden, sagte ein Sprecher des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in der Hauptstadt Conacry dem Radiosender BBC.

Seit fast vier Jahren wütet in Liberia ein heftiger Bürgerkrieg zwischen Taylors Regierung und den abtrünnigen Milizkämpfern. Die Gefechte waren vor zwei Jahren wieder aufgeflammt. Seitdem sind mehr als 60 000 Zivilisten in sicherere Gebiete des Landes oder in die Nachbarländer Guinea und Sierra Leone geflüchtet.

(bsk/sda)

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