140'000 Arbeitslose bis Ende 2009
publiziert: Sonntag, 2. Nov 2008 / 11:54 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 2. Nov 2008 / 12:13 Uhr

Bern - Der Abschwung ist auf dem Arbeitsmarkt angekommen: Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) rechnet mit einem Anstieg der Zahl der Arbeitslosen bis Ende 2009 auf gegen 140'000, sollte das Wirtschaftswachstum unter 1 Prozent fallen.

Serge Gaillard rechnet im Jahresdurchschnitt mit 120'000 Arbeitslosen.
Serge Gaillard rechnet im Jahresdurchschnitt mit 120'000 Arbeitslosen.
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Das SECO zwar geht offiziell nach wie vor von einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 1,3 Prozent im kommenden Jahr aus. Es wird aber eine baldige Senkung der Prognose unter 1 Prozent erwartet.

Gegen Ende nächsten Jahres dürfte die Arbeislosenquote damit auf 3,5 Prozent steigen, wie Serge Gaillard, Chef der Direktion für Arbeit im SECO, in Interviews mit der «NZZ am Sonntag» und dem «Sonntag» sagte.

Im Jahresdurchschnitt rechnet Gaillard mit 120'000 Arbeitslosen. Im September waren in der Schweiz rund 96'000 Menschen ohne Job, die Arbeitslosenquote lag bei 2,4 Prozent.

Leere Auftragsbücher

«Die Arbeitslosenzahlen sind am Steigen, und die Anträge auf Kurzarbeit nehmen zu», sagte Gaillard. Der Abschwung habe zwar schon im Frühling begonnen, doch damals seien die Auftragsbücher noch voll gewesen. Nun schlage der Bestellungsrückgang auf die Beschäftigung durch.

Die Schweiz stehe im internationalen Vergleich gut da, sagte Gaillard. Die Wirtschaft sei in den letzten Jahren sehr stark gewachsen und wettbewerbsfähig. Als positiven Faktor nannte er auch die deutlich gesunkenen Rohstoffpreise.

«Entlastung durch Personenfreizügigkeit»

Den freien Personenverkehr zwischen der Schweiz und der EU beurteilt Gaillard positiv: «Ich vermute, dass die Personenfreizügigkeit bei einer länger dauernden Rezession den Arbeitsmarkt eher entlasten würde.»

Die Einwanderung ginge rasch zurück: «Wenn keine Stellen mehr zu besetzen sind, werden auch keine EU-Bürger mehr in die Schweiz kommen.» Und unabhängig von der Konjunktur gebe es bei Einwanderern immer einen hohen Rückwanderungsanteil.

(tri/sda)

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Schade ...
Das wusste ich nicht so genau ... Aber was ich weiss ist, dass die Menschen, welche wirklich ohne bezahlte Arbeit sind und dann ausgesteuert werden, durch die Hölle gehen und es ist kaum jemand da, der sie versteht.

Natürlich gibt es auch hier diejenigen, die die Finger nicht vom Alkohol, z.B., lassen können und sich dadurch als nicht vermittlungsfähig saufen ... oder diejenigen, die keine bezahlte Arbeit mehr finden und deshalb verzweifeln ...

Diejenigen, die wieder eine motivierende Arbeit finden, sind in der Regel nach einiger Zeit wieder voll im Berufsleben integriert.
Lieber Thomy - Stellensuchende
Hr. Otto Ineichen hat Speranza 2000 ins Leben gerufen (für Ausgesteuerte und Schulabgänger) und Job-Passerelle (für Behinderte). Leider hat er 2. wieder aufgegeben, da die Politiker zuviel reinredeten...
... noch etwas ...
Wer damals wie heute eine neue, zu ihm/ihr passende (!), bezahlte (!) Arbeitsstelle suchen muss ..., sofern es eine zu ihm/ihr passende Arbeitsstelle überhaupt gibt, der sucht in einem Angebot von vielleicht 50'000 Stellen, verteilt auf die ganze Schweiz und alle möglichen Berufe ... und möchte aber, als Beispiel in Olten ...., arbeiten können -

Es werden aber bald 140'000 (oder wieder mehr?) Menschen sein, die eine zu ihnen passende Arbeit werden suchen müssen! Das Verhältnis ist eigentlich nicht gerade spassig ...

Übrigens: Dass Sie sich nicht fragen müssen ... ich habe manchmal Zeit zum diskutieren, weil ich heute Teilzeit arbeite und oft nachts, an Wochenenden und Abends auch ... eine passende und bezahlte Arbeit, wo es Freude macht zu arbeiten - auch nicht immer, aber meistens! - Manchmal macht diese Arbeit auch traurig -
Ja, der Herr Ineichen hatte ...
... die Lage damals erfasst, wie er es heute macht, weiss ich nicht, und sich auf seine Art engagiert! Ineichen IST ja eine der Ausnahmeerscheinungen ... in der FDP. Ich kenne, kannte viele Beispiele von sehr guten Möglichkeiten, sich wieder dorthin zu manövrieren, wo sich ein passender Arbeitsplatz findet!

ABER, liebe Maryrou, ich weiss auch viele damalige Stellen-Suchende (!), die sich heute noch NICHT WIEDER davon erholt haben - es ist halt manchmal für die Seele einfach zuviel, so andauern harte Schläge einzufangen oder sich immer wieder ducken zu müssen ... Gerade für Leute, die sich gewohnt sind, resp. es waren, ist es gar nicht leicht, sich Gewohntes wieder abzugewöhnen und ganz normal in der gleich gebliebenen Welt sich zu bewegen und mitzuteilen ...

Ich sagte es schon mehrmals: All die Leute, die eine neue Stelle suchen müssen, sind Stellen-suchende ... Schwer zu akzeptieren, nicht wahr?

Ich weiss, das ist eine Frage des Respekts gegenüber den Mitmenschen, die nicht den gleichen Weg gehen können oder gehen müssen, wie diejenigen, welche eine (bezahlte!) Arbeitsstelle auf sicher haben ... oder sogar als Selbständigerwerbende sich bezeichnen können!
Lieber Thomy
Wieso waren Sie 10 Jahre lang arbeitslos? Wenn wir NR Hr. Otto Ineichen nicht hätten, wären einige Hundert Ausgesteuerte ohne Job, RAV hin oder her.
Liebe Marylou
Es kommt ganz drauf an, wie der/die einzelne Arbeitsuchende/r (Arbeitslos ist respektlos und diskriminierend ..!) seine Situation sieht!
Dies ist kein Spruch ... wenn ich es so sage ... Ich kann auf fast 10 Jahre Erfahrung zurückgreifen ... und kenne diese Situation in und auswendig!

Wer sich und seine Fähigkeiten - und auch seine Schwächen - wirklich kennt, der/die HAT die Chance, wieder eine geeignete (!) bezahlte Arbeit zu finden. Ich weiss, je nach Alter und Vorgeschichte, kann dies einige Jahre dauern ... Eine harte und schwierige Zeit - ABER auch eine sehr lehrreiche, wenn man dies so sehen will und kann!

In der Schweiz kennen wir, meines Wissens immer noch die RAV's, die den Auftrag haben, die Stellensuchenden so rasch als möglich wieder in den Arbeitsprozess einbinden zu können. Dazu gibt es geeignete Kurse und Seminare, Schulungen, die einem weiter bringen können. Es ist schon so, es braucht eine enorme Portion Mut, um die Zeit durchzustehen und dann Erfolg zu haben!

ABER: Eine enorme Portion Mut und Zuversicht braucht es auch, ohne dass man als Stellensuchender sich in einem Job bewähren MUSS ! Etwas anderes gibt es ja nicht!!
140'000 Arbeitslose erwartet
Alles Einzelschicksale - wo dann wieder am Ende der Gesellschaft sitzen müssen. Anbetracht dessen, ist die Erweiterung der EU daneben, aber wenn die Bilateralen aufgehoben werden, denk ich mir, ist dies weit schwerer zu gewichten...
Das ist ja schon klar...
..weshalb der FREIE PERSONENVERKEHRT von den Arbeitgebern nur gelobt wird. Man kann bequem auswählen, denn der Ansturm ist meist enorm. In der Gastronomie und Hotellerie beispielsweise ist die Lohnfrage schon lange keine mehr, wenn sich Arbeissuchende aus dem deutschsprachigen Ausland bewerben. 'Wir zahlen L-GAV Löhne!' Und dann wird der Arbeitsvertrag bestimmt unterschrieben! Und nur so nebenbei: Vor nicht allzulanger Zeit war die Arbeitslosigkeit (branchenspezifisch GASTRONOMIE) gegen die 13%.
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