150 Tote nach Erdbeben - 1500 Personen verletzt
publiziert: Montag, 6. Apr 2009 / 16:02 Uhr / aktualisiert: Montag, 6. Apr 2009 / 23:24 Uhr

Rom - Beim verheerende Erdbeben in Mittelitalien sind mindestens 150 Menschen ums Leben gekommen. Rund 1500 Personen wurden verletzt, viele werden noch vermisst. Am meisten betroffen war L'Aquila, die Regionalhauptstadt in den Abruzzen.

Erdbebenversicherung für die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein. Endlich sind Erdbebenschäden versicherbar!
10 Meldungen im Zusammenhang
Das Beben hatte - nach unterschiedlichen Messungen mit einer Stärke von 5,8 bis 6,2 - am frühen Morgen die Region Abruzzen nordöstlich von Rom heimgesucht. Nach Angaben der Rettungsdienste wurden mehr als 10'000 Häuser beschädigt und mehr als 50'000 Menschen obdachlos. Insgesamt waren 26 Gemeinden von dem Beben betroffen.

Ganze Wohnblocks in L'Aquila stürzten zusammen wie Kartenhäuser. Im historischen Zentrum der Stadt suchten Helfer auch Stunden nach dem Beben in den Trümmern nach Verschütteten. Durch Nachbeben stürzten weitere zuvor beschädigte Gebäude ein.

Vor den Eingängen zu den Notaufnahmen der Spitäler stauten sich Rettungsfahrzeuge. Augenzeugen berichteten von Überlebenden, die in Decken gehüllt wie in Trance durch die Strassen liefen oder auf Plätzen und vor Supermärkten campierten.

Berlusconi rief Notstand aus

Regierungschef Silvio Berlusconi rief den Notstand aus und sagte eine Reise nach Moskau ab. Hotelzimmer und Betten in Zeltlagern stehen den Obdachlosen zur Verfügung.

Zivilschutzchef Guido Bertolaso sagte, die Regierung setzte das Militär für die Kontrolle des Krisengebiets ein. Einige Personen wurden bereits wegen Plünderung in den verwüsteten Gegenden festgenommen. Bertolaso wehrte sich gegen den Vorwurf, Warnungen von Experten missachtet zu haben.

Hilfsangebote aus aller Welt

Papst Benedikt XVI. drückte seine tiefe Anteilnahme aus. Auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso äusserte sein Beileid. Die Schweiz schickte zwei Beileidstelegramme an Italiens Regierung.

Italien erhielt zahlreiche Hilfsangebote aus aller Welt. Auch die Schweiz bot ihrem Nachbarland bereits am Morgen Hilfe an, wie das EDA mitteilte. Italien habe das Angebot jedoch abgelehnt.

Das Beben war in ganz Mittelitalien zu spüren, von der Adriaküste bis zum Thyrrenischen Meer. Es war das schwerste Beben in Italien seit November 1980. Damals waren in Süden des Landes 2570 Menschen umgekommen.

(smw/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
L'Aquila - Mehrere Jahre Haft: Knapp vier Jahre nach dem Erdbeben von L'Aquila hat ein Gericht im Abruzzen-Ort am Samstag vier ... mehr lesen
Umstrittene Urteile nach dem Erdbeben. (Symbolbild)
Nach dem Erdbeben in L'Aquila: Missachtete Bauvorschriften forderten viele Todesopfer.
Etschmayer Richter sind in gewisser Weise die letzte Instanz der angewandten Realität. Sie bestimmen mit ihren Urteilen mitunter, was als ... mehr lesen
L'Aquila - Dreieinhalb Jahre nach dem schweren Beben in den Abruzzen sind sieben Experten wegen ungenügender Warnung vor ... mehr lesen
Bei dem Erdbeben in den Abruzzen waren 309 Menschen ums Leben gekommen.
Es besteht kaum noch Hoffnung, weitere Überlebende zu finden.
Rom - Beim verheerenden Erdbeben in Italien sind nach vorläufigen Angaben 279 Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung ... mehr lesen
Rom - Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben in Italien mit mindestens 272 Toten schwinden die Chancen, weitere Überlebende zu ... mehr lesen
Silvio Berlusconi reiste zum dritten Mal nach L'Aquila und beschämte mal wieder durch seinen taktlosen Humor.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bis jetzt haben die Helfer 150 Menschen lebend aus den Trümmern gerettet.
Rom - Mit Spürhunden und unterstützt von Freiwilligen haben tausende Rettungskräfte einen Tag nach dem schweren ... mehr lesen 1
Rom - Die Erde bebt in Italien weiter. Um 11.26 Uhr wurden in der Abruzzen-Hauptstadt L'Aquila zwei neue starke Nachbeben ... mehr lesen
Die Menschen sind fassungslos und verzweifelt.
Rom - Nach dem schweren Erdbeben in der Region Abruzzen in Mittelitalien wird bereits heftig darüber gestritten, ob die ... mehr lesen
Steht in der Kritik: Zivilschutzchef Guido Bertolaso.
Zahlreiche Menschen werden vermisst.
Rom - Ein verheerendes nächtliches ... mehr lesen
Erdbebenversicherung für die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein. Endlich sind Erdbebenschäden versicherbar!
Die Himalaya-Region war von schweren Erdbeben erschüttert worden.
Die Himalaya-Region war von schweren ...
«Positive Botschaft» aus Nepal  Kathmandu - Vier Monaten nach dem schweren Erdbeben im Himalaya-Gebirge hat Nepal am Sonntag die Herbstsaison für Bergsteiger am Mount Everest eröffnet. Er freue sich über diese «positive Botschaft», sagte Nepals Tourismusminister Kripasur Sherpa. 
Mount Everest offenbar durch Erdbeben verschoben Peking - Der Gipfel des Mount Everest ist von dem schweren Erdbeben im April offenbar verschoben ...
In den zurückliegenden zehn Jahren sei der Berg insgesamt 40 Zentimeter nach Nordosten gerückt.
Swiss Re  Zürich - Bei Katastrophen sind im ersten Halbjahr weltweit rund 18'000 Menschen ums Leben gekommen. Das ist bereits deutlich mehr ...
Katastrophen forderten dieses Jahr bereits viele Todesopfer.
Ein Toter Knabe  Jakarta - Ein Erdbeben der Stärke 7,0 hat am Dienstagmorgen die Provinz Papua im ...  
Titel Forum Teaser
  • mangen aus Biel 1
    Messerbild Mir kam das Foto des Messers sehr bekannt vor. Tatsächlich habe ich ein ... heute 00:24
  • Kassandra aus Frauenfeld 1485
    Schauen Sie mal, was der U. Maurer dazu sagte! In einem Interview bei "Le Temps" sagte er: "Es gelte, in den ... gestern 15:20
  • HeinrichFrei aus Zürich 390
    Kriege die von der Schweizer Rüstungsindustrie beliefert werden, produzieren Flüchtlinge Nach dem Flüchtlingsdrama in Österreich wird gefordert, man müsse gegen ... gestern 14:28
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3267
    "Genugtuung von 14.300 Franken" Bei dem was im Fall "Carlos" abläuft, muss man sich auch fragen, wie ... Sa, 29.08.15 12:05
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3267
    Es... wird wohl immer schlimmer kommen! An den Grenzen Flüchtlingsströme, ... Fr, 28.08.15 12:02
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3267
    Eritrea "Haupteinnahmequelle sind die Eritreer im Ausland mit ihren Abgaben: 1 ... Do, 27.08.15 14:43
  • Kassandra aus Frauenfeld 1485
    Und die es auch überlebt haben, ja sogar davon profitiert haben! Und wieder ... Mi, 26.08.15 17:11
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3267
    Es... wird wohl immer schlimmer kommen! An den Grenzen Flüchtlingsströme, ... Mi, 26.08.15 13:18
Der Schaden an beiden Fahrzeugen wird auf mehrere tausend Franken geschätzt.
Unglücksfälle Motorradlenker bei Frontalkollision getötet Heute Nachmittag ist es auf der Rickenstrasse, ...
Wettbewerb
Unvergessliche Momente auf der OCHSNER SPORT CLUB Fanbank.
Hautnah dabei  OCHSNER SPORT CLUB bringt dich hautnah an die Stars der Super League.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 19°C 27°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Basel 17°C 28°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen 23°C 29°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Bern 18°C 31°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 19°C 32°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Genf 18°C 31°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Lugano 20°C 31°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten