16-Jähriger gesteht Fahrerflucht in Obergösgen
publiziert: Donnerstag, 11. Feb 2010 / 17:40 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 11. Feb 2010 / 17:59 Uhr

Olten SO - Der tödliche Unfall mit Fahrerflucht in Obergösgen SO ist nach drei Tagen geklärt. Ein 16-Jähriger Schweizer hat gestanden, am Montag eine 68-jährige Frau mit dem Offroader seines Vaters zu Tode gefahren zu haben. Im Auto sassen vier weitere Schweizer Jugendliche.

An der Sportstrasse in Obergösgen wurde am Montagabend eine tote Frau aufgefunden.
An der Sportstrasse in Obergösgen wurde am Montagabend eine tote Frau aufgefunden.
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Der Lehrling, der das Unfallauto gelenkt hatte, legte ein handschriftliches Geständnis ab, wie Thomas Zuber, Kommandant der Kantonspolizei Solothurn, in Olten SO an einer Medienkonferenz sagte.

Anfänglich habe er den tödlichen Unfall geleugnet. Das Geständnis habe er am Mittwoch gemacht. Er war als erster am Dienstag angehalten worden. Seither sitzt er in Haft.

Der Jugendliche stammt aus der Region. Er hatte den 19 Jahre alten Offroader, der auf seinen Vater zugelassen ist, aus der Garage entwendet. Die Eltern befanden sich in den Ferien.

Vier Mittäter

Im schwarzen Fahrzeug waren zur Unfallzeit am frühen Montagabend noch vier weitere Schweizer im Alter von 14 bis 17 Jahren gesessen. Sie stammen ebenfalls aus der Region, sind geständig und befinden sich in Haft.

Drogen oder Alkohol seien nicht im Spiel gewesen, hiess es an der Medienkonferenz. Zwei der vier Jugendlichen absolvieren eine Berufslehre. Ein Jugendlicher ist arbeitlos. Der 14-Jährige geht noch zur Schule.

Nach Erkenntnissen der Polizei waren einige der fünf Jugendlichen bereits am Samstag und Sonntag vor dem tödlichen Unfall mit dem Offroader in der Region herumgefahren.

Keine Vorstrafen

Alle fünf Personen müssen sich vor der Jugendanwaltschaft verantworten. Dem Lenker drohe eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr, sagte Bruno Hug, Jugendanwalt des Kantons Solothurn. Straftatbestände seien unter anderem fahrlässige Tötung und Fahrerflucht.

Er werde mit Sicherheit in eine Sozialinstitution eingewiesen und könne dort eine Berufslehre machen. Hug beschrieb den Jugendlichen als «gut integriert» und «intelligent». Er sei früher nicht straffällig geworden.

(bert/sda)

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