Schweizer hören mehr einheimische Musik
16 Prozent weniger Tonträger verkauft
publiziert: Montag, 18. Apr 2011 / 14:12 Uhr
Digitale Musik am Laptop.
Digitale Musik am Laptop.

Bern - Gute und schlechte Nachrichten vom Schweizer Tonträgermarkt: Die Schweizer hören vermehrt einheimische Musik, aber insgesamt sinken die Verkäufe - 2010 um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das teilte der Interessenverband der schweizerischen Tonträgerproduzenten (IFPI) am Montag mit.

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Nicht weniger als vier Schweizer Formationen - Bligg, Gölä & Bellamy Brothers, Gotthard und Krokus - konnten ihre Alben in den Top Ten der Schweizer Jahres-Charts platzieren. Und von den Top 100 war fast ein Viertel einheimischer Provenienz.

Während der Umsatz mit physischen Tonträgern von 144 auf 121 Millionen Franken sank, legten Digitale Downloads um 11 Prozent von 23,7 auf 26,3 Millionen Franken zu. Verglichen mit dem Vorjahr, als 53 Prozent mehr Downloads gegenüber 2008 registriert wurden, zeichnet sich aber bereits ein Abflauen des Online-Booms ab.

International steht die Schweiz dennoch etwas besser da als der Durchschnitt: Weltweit stiegen die Online-Verkäufe letztes Jahr nur noch um 6 Prozent, wie der IFPI-Weltverband im Januar mitteilte.

Hinwendung zur Legalität

Gemessen an der insgesamt heruntergeladenen Musik seien 95 Prozent aller Downloads immer noch illegal, sagte damals Verbandschef Frances Moore vor den Medien. Der Kampf gegen Piraterie ist auch für die IFPI Schweiz ein Hauptanliegen, und sie fordert bessere gesetzliche Rahmenbedingungen.

Als «erfreuliche Entwicklung» bezeichnet die Organisation in diesem Zusammenhang, dass mit mittlerweile 15 legalen Download- und drei Streaming-Services «der Zugang zum musikalischen Weltrepertoire erneut für Schweizer Konsumenten ausgebaut» wurde.

Seit 2000 sind die Umsätze mit Tonträgern kontinuierlich gesunken, von damals 312 Millionen Franken auf heute 147,3 inklusive Downloads.

(bert/sda)

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Abflauen des Onlinebooms
So ein Schwachsinn.

iTunes hatte auf 2010 hin die Preise für Downloads massiv erhöht, z.B. bei uns von 1.50 auf 2.20 pro Stück. Auch Albumpreise wurden um mehrere Franken angehoben und man zahlt nicht selten 20.- für ein Album, wenn es noch Zusatztracks hat etc.

DAS ALLEINE hat viele bewogen nicht mehr zu downloaden (kostenpflichtig) und das kann ich sogar nachvollziehen.
Ausserdem kann man auch seit 2010 bei Amazon.de legal mp3 kaufen aus der Schweiz und bezahlt massiv weniger dafür als bei exlibris.ch oder iTunes.

Darum ist der Digitaldownloadmarkt nur wenig gewachsen.
Die Musikindustrie ist wirklich selber schuld.
.
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