Salah Abdeslam ist weiter flüchtig
16 mutmassliche Terroristen festgenommen
publiziert: Montag, 23. Nov 2015 / 06:25 Uhr / aktualisiert: Montag, 23. Nov 2015 / 08:59 Uhr

Brüssel - Die belgische Polizei hat bei zahlreichen Anti-Terror-Einsätzen nach den Anschlägen von Paris 16 Personen festgenommen. Der mutmassliche Paris-Attentäter Salah Abdeslam ist aber nach Angaben der Staatsanwaltschaft weiter flüchtig. Die Suche läuft weiter.

12 Meldungen im Zusammenhang
Der 26-jährige Abdeslam sei bei den Razzien am Sonntag nicht festgenommen worden, teilte die belgische Staatsanwaltschaft am frühen Montagmorgen bei einer Pressekonferenz mit. Die Festgenommenen sollen am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Spezialeinheiten führten nach eigenen Angaben 19 Durchsuchungen in der Hauptstadtregion Brüssel durch. Drei weitere Polizeiaktionen gab es zudem im südlich gelegenen Charleroi. Es seien weder Waffen noch Explosivstoffe gefunden worden, hiess es weiter.

Schusswechsel in Molenbeek

In der Brüsseler Gemeinde Molenbeek kam es auf der Strasse zu einem Schusswechsel. Als ein Fahrzeug auf Polizisten zufuhr, schossen Beamte zwei Mal, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Eric Van der Sijpt, sagte. Der verletzte Fahrer flüchtete, wurde aber später von der Polizei gestellt. Ob dieser Vorfall mit den Anti-Terrorermittlungen zu tun habe, sei noch offen.

Die Staatsanwaltschaft äusserte sich nicht näher zu den Festgenommenen und beantwortete mit Hinweis auf laufende Ermittlungen auch keine Fragen von Medienvertretern.

Um die Suche nach dem flüchtigen Abdeslam ranken sich weiter Gerüchte. Die Zeitung «La Libre Belgique» berichtete, er sei bei Lüttich gesehen worden und könnte Richtung Deutschland geflüchtet sein. Laut lokaler Polizei hatten Polizeieinsätze in der Region jedoch nichts mit den Anti-Terror-Einsätzen von Brüssel und Charleroi zu tun.

Weiter höchste Terrorwarnstufe

Die belgische Regierung hat am Sonntag die höchste Terrorwarnstufe für die Hauptstadt und den Grossraum Brüssel verlängert. Die Warnung bleibt damit auch am Montag bestehen. Grund sei eine «ernsthafte und unmittelbare Bedrohung», sagte Regierungschef Charles Michel.

Die Schulen in der belgischen Hauptstadt bleiben am Montag geschlossen, auch die U-Bahnen werden zu Wochenbeginn noch nicht fahren.

Für den Rest Belgiens gilt weiter die Stufe 3. Auf dem internationalen Flughafen der Hauptstadt werden die Sicherheitsmassnahmen verschärft, doch der Flugverkehr soll wie üblich laufen.

Die Sicherheitsmassnahmen sind laut belgischen Medien beispiellos. In den Strassen patrouillieren Soldaten. In der Hauptstadtregion leben mehr als eine Million Menschen. Brüssel ist Sitz der Einrichtungen der Europäischen Union und der NATO.

Die Treffen der EU-Finanzminister und der EU-Bildungsminister werden am Montag wie geplant stattfinden. Auch die EU-Kommission will normal arbeiten.

(nir/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 2 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Brüssel - Die belgischen Behörden ... mehr lesen
In Brüssel gab es weitere Razzien und Festnahmen. (Archivbild)
Seit den Anschlägen in Paris ist auch die Lage in Brüssel angespannt. (Symbolbild)
Brüssel - Die belgische Polizei hat ... mehr lesen
Paris - Im Zuge der Ermittlungen zu ... mehr lesen
Seit den Anschlägen wurden mehr als 300 Verdächtige festgenommen. (Symbolbild)
Brüssel - Im Brüsseler Stadtbezirk Molenbeek hat es am Sonntagabend erneut Durchsuchungen im Zusammenhang mit den Pariser Terroranschlägen vom 13. November gegeben. Der Terrorverdächtige Salah Abdeslam wurde aber nicht gefunden und ist weiter flüchtig. mehr lesen 
Brüssel - Die Familie von Mohamed ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Paris - Anderthalb Wochen nach den ... mehr lesen 1
Die US-Regierung warnt.
Washington - Die US-Regierung hat ... mehr lesen
Paris - Belgien hat die höchste Terrorwarnstufe für die Hauptstadt Brüssel erneut ... mehr lesen
Brüssel - Belgien verlängert die ... mehr lesen
Paris - Paris ist möglicherweise ... mehr lesen
Paris - Ein Einsatz französischer ... mehr lesen
And the winner is.....
Ein typischer Tag in Washington:

- Middle East destabilisieren. Check

- So tun als gehe man gegen den IS mit voller Härte vor. Check

- Europa und Russland durch die Ukraine entzweien. Check

- Europa mit Terror und Flüchtlingen destabilisieren, aber selber abschotten. Check

- Terrorismus für die totale Überwachung und die Abschaffung von Freiheitsrechten nutzen. Check

- Fluchtkapital, Schwarzgeld und Steueroasen auf Amerika konzentrieren. Check

- Möglichst viele Länder für die USA Wirtschaft durch TTIP knechten. Check

- Mehr Länder durch den Ölpreis in die Pleite zu führen und zu destabilisieren. Check

- Ausbruch der aufstrebenden Wirtschaftsmächte verhindern. Check

- Entwicklungsländer durch USA Projekte weiterhin zu verschulden. Check

- Globale Probleme generieren für welche die USA dann die Lösung ist. Check


Einzige Gewinner im Spiel: Die USA, die USA Wirtschaft und der Dollar.
Der...
Ausnahmezustand zeigt, dass die Belgier es ernst meinen. Letztlich bietet er jedoch auch nur eine gewisse Scheinsicherheit. Die Terroristen sind gut vernetzt und organisiert. Sie werden einfach erst mal abwarten.
Betrachtet man das europäische Gesamtbild, könnte man einen im Hintergrund laufenden, permanenten Ausnahmezustand vermuten.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene Offensive zurückzuschlagen, seien gescheitert. mehr lesen   1
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben ... mehr lesen  
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Die NATO sei weiterhin an einem Dialog mit Russland interessiert.
NATO-Generalsekretär hält Rede in Warschau  Warschau - NATO-Generalsekretär Stoltenberg sieht das Bündnis wenige Wochen vor dem Warschauer Gipfel vor grossen Herausforderungen. Einen neuen ... mehr lesen  1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 1°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wechselnd bewölkt
Basel 2°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass Schneeregenschauer
St. Gallen 1°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen freundlich
Bern 0°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer Schneeregenschauer
Luzern 2°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wechselnd bewölkt
Genf 3°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Schneeregenschauer
Lugano 6°C 9°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wechselnd bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten