18 Tote bei Amoklauf in Erfurter Gymnasium
publiziert: Freitag, 26. Apr 2002 / 18:53 Uhr / aktualisiert: Samstag, 27. Apr 2002 / 07:45 Uhr

Erfurt - Ein 19-jähriger Ex-Schüler hat an einem Gymnasium im ostdeutschen Erfurt ein beispielloses Blutbad angerichtet. Er tötete 14 Lehrer, zwei Mädchen und einen Polizisten, ehe er sich selbst umbrachte.

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Der Todesschütze war vor wenigen Monaten von der Schule verwiesen worden. Eine Mitschülerin sagte, er sei oft mit Lehrern angeeckt. Eine besondere Beziehung zu Waffen sei aber nicht bekannt gewesen. Sie erinnere sich an seine Aussage, er "möchte, dass mich alle kennen".

Der mit einer Handfeuerwaffe und einer Pumpgun bewaffnete Täter drang kurz vor Freitag Mittag in das Gutenberg-Gymnasium ein, schoss wahllos um sich und tötete dabei neun Lehrer, fünf Lehrerinnen, zwei Schülerinnen und einen Polizisten. Hinweise von Zeugen auf einen angeblichen zweiten Täter bestätigten sich nicht.

Der Hausmeister der Schule hatte die Polizei um 11.05 Uhr alarmiert. Als kurz darauf Polizisten am Tatort eintrafen, eröffnete der Täter auch auf die Beamte sofort das Feuer. Dabei wurde ein 42-jähriger Polizeibeamter, ein zweifacher Familienvater, tödlich getroffen.

Die Polizei zog daraufhin Spezialkräfte zusammen, die das Schulgebäude systematisch durchsuchten. Dabei bot sich den Beamten laut Grobe ein "Bild des Grauens": Die Leichen der Opfer lagen auf den Gängen, in Zimmern und auf einer Toilette. Nach Angaben der Polizei richtete sich der Täter Uhr selbst, als die Beamten sich ihm in dem Gebäude genähert hätten.

Bundeskanzler Gerhard Schröder zeigte sich "fassungslos und entsetzt". Der Bundeskanzler bot umgehend dem thüringischen Ministerpräsidenten Bernhard Vogel (CDU) jegliche Hilfe der Bundesregierung an.

Als Zeichen der Trauer ordnete Innenminister Otto Schily bis einschliesslich Sonntag bundesweit Trauerbeflaggung an. An den obersten Bundesbehörden und ihren nachgeordneten Stellen sowie an allen Einrichtungen des öffentlichen Rechts würden die Fahnen auf Halbmast wehen, teilte das Ministerium in Berlin mit.

(sk/sda)

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