18 «ausländische Terroristen» in Xinjiang gefasst
publiziert: Dienstag, 5. Aug 2008 / 12:38 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 5. Aug 2008 / 14:52 Uhr

Peking - Einen Tag nach dem tödlichen Anschlag auf eine Polizeiwache im Nordwesten Chinas haben die Behörden die Festnahme von 18 «ausländischen Terroristen» bekannt gegeben.

Bei dem Anschlag starben 16 Polizisten. (Archivbild)
Bei dem Anschlag starben 16 Polizisten. (Archivbild)
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«In diesem Jahr» habe die Polizei der Region Xinjiang 18 «Terroristen aus dem Ausland» gefasst, sagte am Dienstag der Sekretär der Kommunistischen Partei in der Stadt Kashgar, Shi Dagang. Ein genaueres Datum der Festnahmen nannte Shi nicht. Auch Angaben zur Nationalität der Verdächtigen machte er nicht.

Zuvor hatten die Behörden die Sicherheitsvorkehrungen in der Region Xinjiang verschärft. Laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua richtete die Polizei in Kashgar Kontrollpunkte ein und durchsuchte vorbeifahrende Autos. Ausserdem sei die Polizeipräsenz auf den Strassen verstärkt worden.

Die erhöhte Sicherheitsstufe gilt demnach auch für die Regionshauptstadt Urumqi, die rund 1000 Kilometer von Kashgar entfernt liegt.

Die Zeitung «China Daily» berichtete am Dienstag, dass nach Ansicht von Experten wahrscheinlich die uigurische Rebellengruppe Islamische Bewegung Ostturkestan hinter der Tat stehe.

Kein Zusammenhang mit Olympischen Spielen

Nach chinesischen Angaben wurden am Montag 16 Polizisten getötet und weitere 16 verletzt. Demnach fuhren zwei Attentäter auf eine Gruppe von 70 Grenzpolizisten zu und warfen zwei Granaten. Die Angreifer, die laut Xinhua der muslimischen Volksgruppe der Uiguren angehören, wurden festgenommen. Uigurische Rebellengruppen kämpfen in Xinjiang für die Gründung eines eigenständigen Staates.

Am Freitag beginnen in Peking die Olympischen Spiele. Der Sprecher des Olympia-Organisationskomitees, Sun Weide, bekräftigte am Dienstag, dass China «sichere und friedvolle» Spiele gewährleisten werde.

Zuvor hatte er gesagt, dass es keinen Hinweis auf eine Verbindung zwischen den olympischen Spielen und dem Angriff in Xinjiang gebe.

(fest/sda)

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