180 chinesische Bergleute in zwei Minen eingeschlossen
publiziert: Samstag, 18. Aug 2007 / 14:50 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 22. Feb 2009 / 08:49 Uhr

Peking - In China sind bei der Überflutung von zwei Bergwerken rund 180 Minenarbeiter unter Tage eingeschlossen worden. Die Unglücke ereigneten sich in der Umgebung der ostchinesischen Stadt Xintai in der Provinz Shandong.

In zwei Bergwerken wurden insgesamt 180 Minenarbeiter eingeschlossen. (Archivbild)
In zwei Bergwerken wurden insgesamt 180 Minenarbeiter eingeschlossen. (Archivbild)
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In der Mine Zhangzhuang seien 172 Menschen verschüttet worden, teilte die Behörde für Arbeitssicherheit gemäss der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag mit. Fünfeinhalb Stunden später ereignete sich in der Mine Minggong ein ähnliches Unglück, bei dem neun Bergarbeiter eingeschlossen wurden.

Zuvor war durch starke Regenfälle ein Deich am Fluss Wen gebrochen. Wegen des andauernden Regens seien die Rettungsarbeiten schwierig, berichtete Xinhua. Der Leiter der Behörde für Bergwerkssicherheit von Shandong, Wang Ziqi, räumte den Verschütteten laut Xinhua nur geringe Überlebenschancen ein.

Zurzeit des Unglücks hatten den Angaben zufolge 756 Kumpel in der Huayuan-Grube unter Tage gearbeitet. Zunächst wurden 584 von ihnen gerettet. Beim anderen Unglück in der Minggong-Kohlegrube konnten 86 Arbeiter gerettet werden. Seitdem der Regen am Samstagvormittag aufgehört hat, sind die Bergungsarbeiten in vollem Gange.

Chinesische Bergwerke gefährlichsten der Welt

Rund 2000 Soldaten sowie Polizisten und Grubenarbeiter beteiligten sich laut Xinhua an der Suche nach den Vermissten. Mehr als 50 Arbeiter seien damit beschäftigt, das Wasser aus dem Schacht zu pumpen.

Weitere Kohlebergwerke am Ufer des Wen seien vorübergehend geschlossen worden, sagte Xu Qinyu, Geschäftsführer des Betreiberunternehmens. Anwohner wurden aufgefordert, sich auf eine möglich Evakuierung vorzubereiten.

Die chinesischen Bergwerke gelten als die gefährlichsten der Welt. Jedes Jahr kommen durch Unfälle nach Schätzungen bis zu 10'000 Menschen ums Leben. Schuld sind meist veraltete Ausrüstung, schlechte Sicherheitssysteme und fehlende Kontrollen wegen Vetternwirtschaft.

(tri/sda)

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