188 Libyer dürfen nicht in die Schweiz einreisen
publiziert: Sonntag, 14. Feb 2010 / 19:26 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 14. Feb 2010 / 20:06 Uhr

Tripolis/Bern - Die Schweiz verbietet nach libyschen Medienangaben 188 hochrangigen Libyern die Einreise in die Schweiz, unter ihnen Machthaber Muammar al-Gaddafi. Gemäss der Zeitung «Oea» handelt es sich um eine Folge der Affäre um die Verhaftung des Gaddafi-Sohnes Hannibal.

Machthaber Muammar al-Gaddafi darf nicht in die Schweiz einreisen. (Archivbild)
Machthaber Muammar al-Gaddafi darf nicht in die Schweiz einreisen. (Archivbild)
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«Die Behörden des Schweizer Staatswesens haben eine Weisung erlassen, die 188 libyschen Persönlichkeiten die Einreise auf Schweizer Territorium verbietet», schreibt die Zeitung des nordafrikanischen Landes auf seiner Internetseite. Das Blatt soll Seif al-Islam nahestehen, einem weiteren Sohn des libyschen Staatschefs.

Neben Oberst Muammar al-Gaddafi und seiner Familie sollen sich auch Mitglieder des Volkskongresses, der Regierung sowie Militär-, Wirtschaftsvertreter und Geheimdienstmitarbeiter befinden. Ein Vertreter der Regierung erklärte gemäss dem Blatt, dass, falls die Schweiz ihren Erlass nicht annulliere, Libyen Gegenmassnahmen ergreifen werde. Das Aussendepartement in Bern wollte den libyschen Medienbericht nicht kommentieren.

Festnahme von Gaddafi-Sohns Hannibal

Auslöser für die Verstimmung zwischen Libyen und der Schweiz war die vorübergehende Festnahme von Gaddafi-Sohn Hannibal und dessen Gattin wegen Misshandlung von Hausangestellten im Sommer 2008.

Als Repressalie hinderte Tripolis die Schweizer Max Göldi und Rachid Hamdani an der Ausreise aus dem nordafrikanischen Land. Zudem wurden Gerichtsverfahren gegen die beiden eingeleitet.

Im vergangenen Juni verschärfte Bern die Bedingungen für Visa an libysche Staatsbürger. Die Einreiseerlaubnis für libysche Staatsbürger wird nur noch in Ausnahmefällen erteilt.

(zel/sda)

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