193 Staaten einigen sich auf Artenschutz
publiziert: Samstag, 20. Okt 2012 / 08:32 Uhr
Akut vom Aussterben bedroht: Z.B. der Maui-Delfin.
Akut vom Aussterben bedroht: Z.B. der Maui-Delfin.

Hyderabad - Die Hilfen für arme Länder für einen besseren Artenschutz sollen bis 2015 verdoppelt werden. Darauf einigten sich in der Nacht 193 Staaten auf der UNO-Artenschutzkonferenz (CBD) im indischen Hyderabad.

Umwelt- und Trinkwasseranalysen, Produktesicherheit
8 Meldungen im Zusammenhang
Die Naturschutzhilfen sollen dann 10 Mrd. Dollar jährlich erreichen, erklärte ein CBD-Sprecher am Samstagmorgen. Mit dem Geld sollen bis 2020 eine ganze Reihe internationaler Ziele zum Artenschutz ermöglicht werden, wie zum Beispiel neue Nationalparks, Waldschutzgebiete und nachhaltige Landnutzungsprojekte in Entwicklungsländern.

63'800 Arten vom Aussterben bedroht

Mehr als ein Viertel der gut 63'800 Arten sind laut einer Auflistung der Weltnaturschutzunion (IUCN) vom Aussterben bedroht. Besonders stark bedroht sind mehr als 40 Prozent der Amphibien-Arten, ein Drittel der Korallen und ein Viertel der Säugetiere.

Innerhalb einer Woche wurden in Hyderabad 400 weitere Pflanzen- und Tierarten auf die «Rote Liste» der vom Aussterben bedrohten Arten aufgenommen. Ausdrücklich begrüssten Naturschutzorganisationen auch die Ergebnisse, die in Hyderabad beim Wald- und Meeresschutz erzielt wurden.

So seien 48 ökologisch bedeutsame Meeresgebiete in der Karibik, dem westlichen Atlantik und dem südwestlichen Pazifik anerkannt worden, erklärte der WWF. Damit komme man dem vor zwei Jahren beschlossenen Ziel näher, zehn Prozent der Meere unter Schutz zu stellen.

Finanzierung umstritten

Die Finanzierung des Artenvielfalt-Schutzes war lange umstritten. Vor allem die Industriestaaten stemmten sich dagegen, den Löwenanteil übernehmen zu müssen. In einer langen Nachtsitzung wurde schliesslich doch noch ein Kompromiss gefunden.

Vor zwei Jahren hatten sich die UNO-Staaten im japanischen Nagoya bis zum Jahr 2020 ehrgeizige Ziele zum Schutz der Artenvielfalt gesteckt. Die erhöhten Ausgaben sollen der Einigung zufolge nun von 2015 an bis mindestens 2020 zur Verfügung gestellt werden.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bangkok - Das Abschlachten bedrohter Tierarten und die Vernichtung von Tropenwäldern haben beängstigende Ausmasse ... mehr lesen
Elefanten und Nashörner bedürfen besseren Schutz vor Wilderei.
Basel - Die Geburtshelferkröte ist Tier des Jahres 2013. Der Kröte fehle es in den trockengelegten und aufgeräumten Landschaften der ... mehr lesen
Die besamten Eischnüre legt sich das Männchen um die Fersengelenke.
Hyderabad - Kurz vor Schluss der UNO-Naturschutzkonferenz im indischen Hyderabad haben Minister aus über 80 Staaten immer noch um eine Reihe offener Fragen gerungen. Vor allem stemmten sich die Industriestaaten am Freitag dagegen, den Löwenanteil der Finanzierung des Artenvielfalt-Schutzes zu übernehmen. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die Zahl der bedrohten Arten stieg auch 2010 ungebremst, ein Drittel aller untersuchten Tiere, Pflanzen und anderen Lebewesen ... mehr lesen 1
Schockgefrorene Blauflossen-Thunfische im Tsukiji Markt in Tokio.
Der Einigung waren mehr als zwei Jahre Verhandlungen vorausgegangen.
New York - Die Vereinten Nationen haben eine Expertengruppe zur Erforschung ... mehr lesen
Umwelt- und Trinkwasseranalysen, Produktesicherheit
Elektrosmog Messung und Lösungen
Josef Peter
Steinacherstrasse 4
8308 Illnau
Wir unterstützen Sie bei der Entwicklung Ihrer Klimastrategie und zeichnen Sie mit dem SwissClimate CO2e-Label aus.
19,4 Prozent der Agrarfläche sind angeblich mit Kadmium, Nickel und Arsen kontaminiert.(Symbolbild)
19,4 Prozent der Agrarfläche sind angeblich mit ...
Regierungsstudie  Peking - Rund ein Fünftel von Chinas Agrarland ist verseucht. «Die Situation des Bodens in China stimmt nicht optimistisch», heisst es in dem am späten Donnerstag von der Umweltschutzbehörde veröffentlichten Bericht. 
Bis 2019  Strassburg - Plastik verpestet Weltmeere, Flüsse und die Natur. Das EU-Parlament will deshalb in den kommenden Jahren die Plastik- und ... 1
Bis 2019 sollen die Bürger in der Europäischen Gemeinschaft 80 Prozent weniger der ganz leichten Plastiksäcke verwenden.
Über die Umsetzung des Verbots von Gratis-Plastiksäcken ist noch kein Entscheid gefallen.(Symbolbild)
Heftige Kritik am Vorgehen des BAFU bei Plastiksäcken Bern - Interessierte Kreise haben am Freitag über die Umsetzung des vom Parlament beschlossenen Verbots von ...
Vom Sarnersee zur Sarneraa soll ein 6,6 Kilometer langer Kanal entstehen.
Projekt kommt vors Volk  Sarnen OW - Das Obwaldner Kantonsparlament hat am Mittwoch einem Kredit von 111 ...  
Titel Forum Teaser
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich -1°C 6°C bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel -1°C 5°C bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen -0°C 8°C bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 1°C 10°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 3°C 12°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 4°C 10°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 5°C 13°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten