Noch keine Epidemie
2/3 aller Grippe-Erkrankten haben H1N1-Virus
publiziert: Sonntag, 19. Dez 2010 / 12:41 Uhr
Die Schweiz ist noch weit von einer Grippeepidemie entfernt.
Die Schweiz ist noch weit von einer Grippeepidemie entfernt.

Bern - Noch lässt die alljährliche Grippewelle auf sich warten. Bisher tritt sie nur sporadisch auf und nur in der Zentral- und Innerschweiz sowie in den Kantonen Graubünden und Tessin. Zwei Drittel der Grippekranken haben jedoch die Schweinegrippe.

7 Meldungen im Zusammenhang
Diese Daten liefert das Überwachungssystem des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). In der Woche 49, der Woche vom 6. bis zum 12. Dezember, wurden am Nationalen Zentrum für Influenza im Rahmen der Sentinella-Überwachung 17 Abstriche untersucht.

Bei 18 Prozent oder in drei Fällen Influenzaviren nachgewiesen, ist der Webseite für Grippeüberwachung des BAG zu entnehmen. Die zirkulierenden Viren waren in einem Fall (33 Prozent) Influenza B und in zwei Fällen Influenza A vom Subtyp A(H1N1) 2009, dem pandemischen Virus, der letztes Jahr weltweit für Aufregung sorgte.

Erkrankte Rekruten erholen sich

An Aktualität gewonnen hat die Grippe vergangene Woche, als in der Kaserne Herisau 66 Rekruten erkrankt waren und bei ihnen der Schweinegrippevirus A(H1N1) festgestellt wurde. Am Samstag konnten 40 von ihnen bereits symptomfrei den Heimurlaub antreten. Die restlichen Rekruten befanden sich auch am Sonntag noch in Obhut der Armee.

Die Rekruten wiesen bloss leichte Grippesymptome auf, sagte ein Armeesprecher am Samstag. Am Sonntag bestätigte Heer-Sprecherin Kirsten Hammerich allerdings eine Meldung des «SonntagsBlick», wonach ein Rekrut ins Spital eingeliefert werden musste. Hammerich erklärte, dass sich sein Fieber über längere Zeit nicht gesenkt habe und wies darauf hin, dass es im Spital bessere Betreuungsmöglichkeiten gebe als in einer Kaserne.

Noch weit von Epidemie entfernt

Die Schweiz ist noch weit von einer Grippeepidemie entfernt. Gemäss BAG meldeten in der Woche 49 134 Ärztinnen und Ärzte des Sentinella-Meldesystems 4 Grippeverdachtsfälle auf 1000 Konsultationen. Hochgerechnet entsprach die Rate einer Gesamtinzidenz von 35 grippebedingten Arztbesuchen pro 100'000 Einwohner.

Diese Zahl liegt derzeit noch weit unter dem nationalen epidemischen Schwellenwert, der bei 72 Grippeverdachtsfällen pro 100'000 Einwohner liegt.

(bert/sda)

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