20 000 Menschen sterben an Minen
publiziert: Dienstag, 28. Sep 2004 / 16:41 Uhr

Genf - Antipersonen-Minen fordern nach Angaben des IKRK noch immer bis zu 20 000 Opfer pro Jahr.

Der Kontinent Afrika ist am stärksten "minenverseucht".
Der Kontinent Afrika ist am stärksten "minenverseucht".
1 Meldung im Zusammenhang
Die 143 Vertragsstaaten wollen ihr politisches und finanzielles Engagement für eine minenfreie Welt am Weltgipfel zur Antiminen-Konvention Ende November in Nairobi bekräftigen.

"Wir sind noch weit von einer Welt ohne Antipersonen-Minen entfernt", sagte Jakob Kellenberger, Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Genf. Diese Waffen forderten jedes Jahr noch 15 000 bis 20 000 Opfer.

Aktionsplan

An der ersten Überprüfungskonferenz der Antiminen-Konvention vom 29. November bis am 3. Dezember in Nairobi soll ein Aktionsplan festgelegt werden, mit dem die Umsetzung des Abkommens in den kommenden fünf Jahren festgelegt wird. Eine Überprüfungskonferenz findet alle fünf Jahre statt.

Das 1997 in Ottawa unterzeichnete Abkommen verbietet Herstellung, Vertrieb und Einsatz von Antipersonen-Minen. Es legt ausserdem die Zerstörung von Beständen innerhalb von vier Jahren nach dem Beitritt zum Abkommen fest.

37 Mio zerstört

"Bislang sind 37 Millionen Minen zerstört worden", sagte der designierte Präsident der Nairobi-Konferenz, Wolfgang Petritsch. Weitere 10 Millionen müssten in den kommenden Jahren vernichtet werden.

"Bedeutende Staaten wie die USA, Russland und China sind der Konvention noch nicht beigetreten", bedauerte Petritsch. Heute würden Antipersonen-Minen vor allem in Birma und Tschetschenien eingesetzt.

Afrika "verseucht"

Am stärksten "minenverseucht" sind Länder in Afrika, darunter Angola. 36 Staaten stellten bislang die Produktion von Antipersonen-Minen ein.

Seit 1997 wurden 2,2 Mrd. Dollar ausgegeben für Minenräumung, Opferhilfe und Zerstörung von Beständen, sagte Petritsch. In den nächsten fünf Jahren brauche es jedoch mehr finanzielle Mittel, wenn die Fristen der Konvention eingehalten werden sollen.

(bsk/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Seattle - Eine einfache Smartphone-App ermöglicht es, die Form von vergrabenen Metallgegenständen mittels eines ... mehr lesen
Smartphones als Minendetektoren: So können Suchmannschaften schnell bestimmen, ob ein metallisches Objekt gefährlich ist, oder nicht. (Symbolbild)
Gemeinnützige internationale Hilfsorganisation
Plan Interntional ist ein unabhängiges Hilfswerk, das sich weltweit für ...
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. 
Die italienische Marine hat 130 Flüchtlinge gerettet.
Dutzende Flüchtlinge vermisst Rom - Bei einem erneuten Bootsunglück im Mittelmeer sind dutzende Flüchtlinge ums Leben gekommen. Die italienische Marine barg nach eigenen ... 2
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als ...  
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
Weltweit mussten im vergangenen Jahr rund 8,6 Millionen Menschen innerhalb des eigenen Landes fliehen. (Symbolbild)
Binnenflüchtlinge vor allem im Nahen Osten London - Fast 41 Millionen Menschen sind weltweit vor Krieg und Gewalt im eigenen Land auf der Flucht. Alleine im vergangenen ... 1
Titel Forum Teaser
 
Wettbewerb
   
Die Alp Grosser Mittelberg im Justistal.
Viel Glück  Die Alpsaison steht vor der Tür. Damit Wanderfreunde den Weg zu den schönsten Alpbeizli finden, haben wir ein Gewinnspiel parat.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 9°C 18°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt stark bewölkt, Regen
Basel 13°C 19°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
St. Gallen 11°C 17°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
Bern 12°C 15°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt stark bewölkt, Regen
Luzern 11°C 19°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
Genf 12°C 15°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt stark bewölkt, Regen
Lugano 14°C 20°C Gewitter möglichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten