200'000 Shanghaier fliehen vor Taifun
200'000 Einwohner Shanghais vor Taifun in Sicherheit gebracht
publiziert: Dienstag, 7. Aug 2012 / 17:24 Uhr
Taifun bedroht Shanghai.
Taifun bedroht Shanghai.

Schanghai - Wegen eines heranziehenden Taifuns sind am Dienstag hunderttausende Menschen aus der chinesischen Millionenmetropole Shanghai und den angrenzenden Gebieten in Sicherheit gebracht worden. Allein in Shanghai sollten bis am Abend 200'000 Einwohner in hunderten Notunterkünften untergebracht werden.

1 Meldung im Zusammenhang
In Zheijiang mussten über 250'000 Menschen bis zum Nachmittag ihre Häuser verlassen. Die Provinzbehörden beorderten zudem 30'000 Schiffe in die Häfen zurück. Der Verkauf von Zugtickets für die Küstenstrecken wurde eingestellt.

Nach Angaben der Meteorologen dürfte der Wirbelsturm «Haikui» spätestens am Mittwochmorgen die Küste der südlich von Shanghai gelegenen Provinz Zheijiang erreichen. Laut Staatsmedien könnte es sich um den gefährlichsten Sturm seit sieben Jahren handeln.

Am Wochenende waren in der Volksrepublik bereits 23 Menschen durch die Wirbelstürme «Saola» und «Damrey» ums Leben gekommen. Im Juli starben nach offiziellen Angaben 79 Menschen in Peking bei schweren Überschwemmungen, die von den heftigsten Regenfällen seit mindestens 60 Jahren ausgelöst worden waren.

Kritische Berichte unerwünscht

Wegen eines kritischen Artikels zur Reaktion der Behörden auf die Überschwemmungen im Juli wurde am Dienstag die Pekinger Zeitung «Jingjiguancha bao» (Wirtschaftsbeobachter) wieder eingezogen und der Bericht in der Internetausgabe gelöscht. Der Artikel handelte vor allem davon, wie Behördenvertreter das Ausmass der Katastrophe herunterzuspielen versuchten.

Nach wachsender Kritik an den Behörden wegen der Überschwemmungen hatte der Pekinger Propagandachef bereits Ende Juli den Medien die Verbreitung guter Nachrichten verordnet. Demnach sollten sie nur noch Berichte bringen, die «Lob und Tränen» wert sind, etwa über Heldentaten der Rettungskräfte. Kritikern von Regierung oder Kommunistischer Partei wurden harte Strafen angedroht.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Peking - Taifun «Haikui» hat an der Ostküste Chinas mehr als 1,8 Millionen Einwohner in die Flucht getrieben. Zwei Menschen kamen in der Hafenmetropole Shanghai ums Leben, wie örtliche Medien berichteten. Die Opfer seien von herabfallenden Trümmern getroffen worden. mehr lesen 
Die geborgene Frau kam ohne offensichtliche Verletzungen davon.
Sechs Tage nach Hauseinsturz in Kenia  Nairobi - Vier Menschen sind sechs Tage nach dem Einsturz eines Gebäudes in Kenias Hauptstadt Nairobi lebend aus den Trümmern gerettet worden. Hilfskräfte bargen am Donnerstag zunächst eine schwangere Frau, die ins Spital gebracht wurde. 
Mehrstöckiges Wohnhaus in Nairobi eingestürzt Nairobi - Ein schweres Unwetter hat in der kenianischen Hauptstadt Nairobi ...
Forschende setzen auf Smartphone-Apps  Bern - Hagel vorherzusagen ist eine Herausforderung. Forschende der Universität Bern setzen auf ...  
Ausserdem untersuchen Wissenschaftler, wie gut Radarmessungen die Grösse der Hagelkörner bestimmen können.
Hochwasser kann in der Schweiz jederzeit vorkommen.
Schweizer sehen sich vor Naturgefahren gut geschützt Birmensdorf ZH - Eine Mehrheit der Bevölkerung fühlt sich hierzulande gut vor Naturgefahren geschützt. Dies zeigt eine ...
Titel Forum Teaser
Unglücksfälle 25'000 Menschen müssen aus Fort McMurray fliehen Montréal - Kanada will bis zu 25'000 ...
 
Wettbewerb
   
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zum Release des siebten Teils der Star Wars-Serie («Das Erwachen der Macht») verlosen wir zwei DVDs.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 5°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 7°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
St. Gallen 6°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 4°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 6°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 6°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Lugano 9°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten