2005: Das teuerste Katastrophenjahr
publiziert: Dienstag, 20. Dez 2005 / 11:04 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 20. Dez 2005 / 12:20 Uhr

Zürich - Das Jahr 2005 geht als bislang teuerstes Katastrophenjahr in die Geschichte ein. Die traurige Bilanz: Bei Erdbeben und Wirbelstürmen kamen 112 000 Menschen ums Leben.

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Allein in Pakistan beim Erdbeben kamen 90000 Menschen ums Leben.
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8 Meldungen im Zusammenhang
Der finanzielle Schaden beträgt umgerechnet knapp 290 Mrd. Franken. Der Rückversicherungskonzern Swiss Re beziffert den finanziellen Gesamtschaden im Jahr 2005 in der veröffentlichten Katastrophenbilanz auf 225 Mrd. Dollar. Das ist mehr als doppelt so viel als im bisherigen Rekordjahr 2004, als die Schäden auf 105 Mrd. Dollar beziffert wurden.

Die Versicherer müssen 2005 für Schäden in der Höhe von 80 Mrd. Dollar aufkommen. 2004 sind es noch 42 Mrd. Dollar gewesen. In der Schweiz haben die Überschwemmungen im August den Versicherern ebenfalls einen Rekordschaden von 1,8 Mrd. Dollar verursacht.

90000 Erdbebentote

Im Jahr 2005 starben durch Erdbeben mehr als 90 000 Menschen. Das schlimmste Beben ereignete sich am 8. Oktober im Gebiet von Muzaffarabad im Norden Pakistans. Durch einstürzende Gebäude, aber auch durch Kälte starben in Pakistan und im angrenzenden Indien mehr als 87 000 Menschen.

Die Region ist aber kaum versichert, sagte Serge Tröber, Leiter Naturkatastrophen bei Swiss Re, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Die Kosten für die Versicherer werden deshalb minimal ausfallen. Die Schäden durch das schwere Erdbeben in Pakistan dürften sich auf 5 Mrd. Dollar belaufen.

Asien mit den meisten Opfern

Rund 90 Prozent der weltweit insgesamt 112 000 Katastrophenopfer kamen in Asien ums Leben. Dagegen entfielen etwa 70 Mrd. Dollar oder rund 88 Prozent der versicherten Schäden des Jahres 2005 auf die USA.

Allein der Wirbelsturm Katrina verursachte in den gut versicherten USA grossflächige Zerstörungen, welche die Versicherer 45 Mrd. Dollar kosten werden. Der Gesamtschaden wird auf 135 Mrd. Dollar geschätzt. Die Hurrikane Wilma und Rita schlagen mit je 15 Mrd. Dollar zu Buche.

(fest/sda)

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