2008 gab es 303 Unfälle im öffentlichen Verkehr
publiziert: Donnerstag, 30. Apr 2009 / 13:27 Uhr

Bern - Der Unfalluntersuchungsstelle Bahnen und Schiffe sind im vergangenen Jahr 303 Unfälle im öffentlichen Verkehr gemeldet worden. Ums Leben kamen dabei 24 Personen. Der dramatischste Fall war ein Seilbahnunfall auf der Wengernalp mit einem Toten.

Der dramatischste Fall war ein Seilbahnunfall auf der Wengernalp mit einem Toten.
Der dramatischste Fall war ein Seilbahnunfall auf der Wengernalp mit einem Toten.
2 Meldungen im Zusammenhang
Dabei sprang am 3. Januar 2008 bei der Sesselbahn «Fallboden» das Seil aus einer Rolle. Drei Sessel stürzten ab, neun Fahrgäste wurden teilweise schwer verletzt und ein deutscher Tourist kam ums Leben.

Als Grund machte die Unfalluntersuchungsstelle (UUS) des Bundes den starken «Guggiföhn» dingfest, wie sie zu ihrem erstmals für die Öffentlichkeit verfassten Jahresbericht am Donnerstag schreibt.

Die UUS empfahl aufgrund ihrer Untersuchung, die Tragsicherheit der Überschlagsicherungen und die Bordscheiben an den Seilrollen auch auf der äusseren Seite zu erhöhen. Diese Empfehlungen hat die Betreiberin des Lifts, die Jungfraubahnen, bereits umgesetzt.

Keine Schiffsunfälle

Neben diesem dramatischen Unfall rückten die Experten der UUS bei 72 Meldungen vor Ort aus. 55 dieser Meldungen betrafen Personenunfälle, 24 davon tödlich. Hinzu kamen 35 als Personenunfälle gemeldete Suizide.

274 der insgesamt 303 Meldungen entfielen auf Bahnunfälle, 6 auf Busse, 10 auf Seilbahnen und 13 auf Trams. Schiffsunfälle wurden 2008 nicht gemeldet.

Der UUS müssen Unfälle mit Toten oder Schwerverletzten, Sachschäden über 100'000 Franken und schwere Vorfälle gemeldet werden, die beinahe zu einem Unfall führten. Die Stelle existiert seit 2000 und ist unabhängig vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation.

(smw/sda)

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