21 Tote bei Anschlägen im Süden Afghanistans
publiziert: Dienstag, 26. Sep 2006 / 10:01 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 26. Sep 2006 / 20:03 Uhr

Kandahar - Bei zwei Anschlägen in Afghanistan sind mindestens 21 Menschen getötet worden. Unter den Opfern waren ein italienischer Soldat der internationalen Schutztruppe (ISAF) und ein Kind.

Ein ISAF-Soldat wurde bei einem zweiten Anschlag getötet.
Ein ISAF-Soldat wurde bei einem zweiten Anschlag getötet.
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In Laschkar Gar, der Hauptstadt der südafghanischen Provinz Helmand, riss ein Selbstmordattentäter 18 Menschen mit in den Tod, als er sich in einer Menschenmenge vor dem Gouverneursgebäude in die Luft sprengte. 17 weitere Menschen wurden verletzt.

Ein Sprecher der Provinzregierung sagte, die Toten seien zwölf afghanische Zivilisten und jeweils drei afghanische Soldaten und Polizisten.

Der Sprecher sagte weiter, tausende Menschen hätten sich vor dem Gebäude versammelt, um sich für eine Pilgerfahrt nach Mekka registrieren zu lassen. Sicherheitskräfte hätten den Attentäter aufgehalten, als er in das Gelände habe eindringen wollen. Dieser habe daraufhin den an seinem Körper befestigten Sprengstoff gezündet. Der Gouverneur sei unverletzt geblieben.

Weitere Verletzte

Nahe der afghanischen Hauptstadt Kabul starben bei einem Bombenanschlag ein Kind und ein ISAF-Soldat. Bei dem Soldaten handelte es sich nach Angaben der Kabuler Polizei um einen Italiener. Die NATO-geführte ISAF teilte mit, fünf weitere ISAF-Soldaten und fünf afghanische Zivilisten seien verletzt worden.

Ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums sagte, die ferngezündete Sprengfalle sei unter einer Brücke zehn Kilometer südlich Kabuls versteckt gewesen. Der Sprengsatz sei gezündet worden, als eine ISAF-Patrouille die Brücke überquerte.

Die ISAF teilte am Montagabend mit, in der südafghanischen Provinz Urusgan seien am Sonntag 20 Rebellen bei einem Luftangriff getötet worden. Zwei Soldaten der US-geführten Koalitionstruppen und sieben afghanische Soldaten seien bei den vorhergehenden Kämpfen verletzt worden.

Militärisches Engagement Europas

Australien forderte unterdessen ein stärkeres militärisches Engagement Europas im Süden Afghanistans. Um gegen den immer heftiger werdenden Aufstand der 2001 gestürzten Taliban vorzugehen, wäre es hilfreich, wenn eine grössere Anzahl europäischer Länder ihre Einsatzregeln ändern und sich am Kampf beteiligen würden, sagte Aussenminister Alexander Downer.

Einen Verbleib der australischen Spezialeinheiten in der Region schloss der Minister jedoch aus.

(smw/sda)

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