23-Jährige wegen Tötung ihres Säuglings vor Gericht
publiziert: Montag, 11. Aug 2008 / 13:30 Uhr

Wuppertal - In Deutschland muss sich eine Frau verantworten, die aus Angst um ihren Arbeitsplatz ihr Neugeborenes getötet haben soll. Sie soll das Mädchen in der Badewanne zur Welt gebracht und es unmittelbar danach erstickt haben.

Das Urteil könnte bereits am Donnerstag verkündet werden.
Das Urteil könnte bereits am Donnerstag verkündet werden.
Der Anklageschrift zufolge soll die 23-Jährige die Leiche dann in einer Plastiktüte im Keller des Mehrfamilienhauses versteckt haben. Dort wurde sie im vergangenen November gefunden. Die Angeklagte lebte in der Wohnung mit ihren Eltern, drei Geschwistern und ihrem 2003 geborenen Sohn zusammen.

Nach Angaben des Landgerichts Wuppertal war die Frau einem vorläufigen psychiatrischen Gutachten zufolge zum Tatzeitpunkt im Mai 2007 vermutlich nur vermindert schuldfähig.

Die Metallarbeiterin habe womöglich aus Sorge um ihren Arbeitsplatz und aus Angst, ihre Eltern könnten sie verstossen, die Schwangerschaft verdrängt.

Für Totschlag sieht das Gesetz eine Haftstrafe von 5 bis zu 15 Jahren vor. Bei verminderter Schuldfähigkeit kann die Strafe gemildert werden.

(dl/sda)

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