3. Fakultativprotokoll noch nicht ratifiziert
25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention
publiziert: Donnerstag, 20. Nov 2014 / 13:58 Uhr
World Vision setzt sich für die Umsetzung der Kinderrechte ein.
World Vision setzt sich für die Umsetzung der Kinderrechte ein.

Am 20. November feiert die UN-Kinderrechtskonvention ihren 25. Geburtstag. Noch immer wird sie in vielen Ländern nicht umgesetzt. World Vision kämpft auf internationaler Politebene sowie in Entwicklungsprojekten für deren Umsetzung und fordert oberste Priorität für Kinderrechte bei der Post-2015-Entwicklungsagenda.

8 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

Writing for Rights: Letters from the World's Children
Writing for Rights: Letters from the World's Children
wvi.org

Kinderrechte in den Vereinten Nationen
Auswärtiges Amt Deutschland zu Kinderrechten in den Vereinten Nationen
auswaertiges-amt.de

United Nations Treaty Collection
United Nations Treaty Collection
treaties.un.org

World Vision Schweiz fordert den Bundesrat dazu auf, das 3. Fakultativprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention zu ratifizieren. Dieses Protokoll beinhaltet ein Individualbeschwerdeverfahren speziell für Kinder, womit Betroffene Verletzungen an ihren Rechten direkt an die Vereinten Nationen richten können. Dort werden die Fälle geprüft und daraufhin die jeweilige Regierung des Kindes zum Handeln aufgefordert. Als Nation mit einer langen Geschichte diplomatischer Beziehungen kann die Schweiz nicht andere Länder über Kinderrechte und Kinderschutz belehren, gleichzeitig aber selbst nicht alle Fakultativprotokolle der Kinderrechtskonvention ratifizieren - das ist widersprüchlich. Es ist Zeit ein Zeichen zu setzen.

Kinder sollen sich auf internationaler Ebene wehren können

Das 3. Fakultativprotokoll trat anfangs Jahr in Kraft. «Es war ein unglaublich wichtiger Schritt für die Kinder weltweit», sagt Sara Austin von World Vision Kanada. Mit ihrem eisernen Willen war sie massgebend an diesem Erfolg beteiligt. Schon in den 90er-Jahren hatte sie erste Anstrengungen für ein solches Gesetz unternommen. Der Kanadierin war schon damals bewusst, dass es mit der Kinderrechtskonvention von 1989 zwar Gesetze gab, welche die Rechte von Kindern schützten, jedoch keine, welche es Kindern ermöglicht hätten, sich auch zu wehren, wenn diese Rechte verletzt wurden. Das durfte nicht sein. Und die Welt hat Sara Austin im April 2014 Recht gegeben. Nun soll auch die Schweiz das Fakultativprotokoll unterzeichnen und den Kindern die Mittel geben, ihre Rechte durchzusetzen.

Kindern zuhören

Charles Badenoch, zuständig für den Bereich Kinderrechte und Kinderschutz bei World Vision, erklärt: «Wir begehen am 20. November den 25. Jahrestag der Konvention, nun ist es Zeit für uns zuzuhören. Kinder sind Experten des eigenen Lebens. Sie kennen ihre eigenen Bedürfnisse am besten. Entscheidungen, die auf Informationen von Kindern basieren, werden relevanter, effektiver und nachhaltiger sein.» «Zum 25jährigen Jubiläum der Kinderrechtskonvention möchte ich unserer Regierung für ihre Bemühungen zur Verbesserung von Bildungschancen danken. Aber vor allem möchte ich sie auf die Situation der ärmsten Kinder in abgelegenen Regionen hinweisen. Sie sollten die gleichen Chancen haben wie privilegiertere Kinder in den Städten», schreibt beispielsweise die 16-jährige Alice aus Sierra Leone, im neu veröffentlichten World Vision-Bericht «Writing for Rights». Auch 25 Jahre nach der Verabschiedung der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen gibt es noch einen grossen Unterschied zwischen den Versprechungen der Regierungen und der Realität von Millionen von Kindern. «Writing for Rights» gibt Kindern aus der ganzen Welt eine Plattform, ihre Lebensumstände zu beschreiben. World Vision appelliert an alle Regierungen, Kinderrechten oberste Priorität in der Post-2015-Agenda einzuräumen. «Der Erfolg der -Ziele, welche die Millenniums-Entwicklungsziele ablösen, muss daran gemessen werden, wie sie die am meisten gefährdeten Kinder in den ärmsten Regionen der Welt erreichen,» ist Badenoch sicher.

25 Jahre Kinderrechte - es gibt noch viel zu tun

World Vision setzt sich auf internationaler Politebene bei der UNO in New York und Genf für die Rechte von Kindern ein, und gemeinsam mit lokalen Regierungen erarbeiten wir in unseren Entwicklungsprojekten Strategien und Gesetze, welche Kinder besser schützen und ihre Rechte wahren. Denn nur so kann die Situation der Kinder nachhaltig zum Positiven verändert werden.

(sk/World Vision)

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