26 Vogelgrippe-Fälle in der Schweiz
publiziert: Freitag, 24. Mrz 2006 / 20:15 Uhr

Bern - Die Vogelgrippe hat sich in der Schweiz nicht schnell ausgebreitet. Knapp einen Monat nach dem ersten Fall sind nur 26 Wasservögel gefunden worden, die mit dem H5-Virus infiziert waren. Nutztiere sind noch keine erkrankt.

Eine Reiherente aus der deutschen Enklave Büsingen im Kanton Schaffhausen wurde positiv gestestet.
Eine Reiherente aus der deutschen Enklave Büsingen im Kanton Schaffhausen wurde positiv gestestet.
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Die zwei jüngsten Fälle machte das Bundesamt für Veterinärwesen bekannt: Im Referenzlabor in Zürich positiv gestestet wurden eine Reiherente aus der deutschen Enklave Büsingen im Kanton Schaffhausen sowie eine Tafelente aus Ermatingen TG am Bodensee.

Ermatingen und dessen Nachbargemeinde Salenstein gehören neu zur Schutzone, wie der Thurgauer Kantonstierarzt Paul Witzig auf Anfrage sagte. Schutz- und Überwachungszonen werden überall dort errichtet, wo infizierte Vögel gefunden wurden. In den Zonen gelten besonders strenge Sicherheitsmassnahmen.

Rückgang der Todesfälle

Insgesamt gehe die Zahl der tot gefundenen Vögel zurück, sagte Witzig weiter. Dies, obwohl das ganze Ufer des Bodensees systematisch abgesucht werde. Auch im Kanton Schaffhausen werden weniger verendete Vögel gefunden. Tafel- und Reiherenten würden nordostwärts in ihre Brutgebiete ziehen, sagte dazu Urs-Peter Brunner, Schaffhauser Kantonstierarzt.

Auf dem Zürcher Kantonsgebiet hingegen wurden in letzter Zeit vermehrt tote Vögel eingesammelt. Gemäss der Zürcher Kantonstierärztin, hängt dies aber nicht mit einem Ausbreiten der Vogelgrippe zusammen. «Vielmehr hat der strenge Winter die Tiere geschwächt», sagte Regula Vogel auf Anfrage.

Untersuchung in England

Insgesamt wurden in der Schweiz bis anhin 807 tot gefundene Wasservögel getestet. Lediglich 26 waren H5-positiv. Diese werden - oder wurden bereits - ins Referenzlabor nach Weybridge bei London geschickt. Dort wird untersucht, ob es sich um die gefährliche Virus- Variante H5N1 handelt.

Bislang liegen die Resultate in drei Fällen vor: Die Reiherente aus Steckborn TG, das Blässhuhn aus Feuerthalen ZH und der Genfer Gänsesäger waren infiziert mit dem H5N1-Virus.

(bert/sda)

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