3 Prozent weniger SUISA-Einnahmen im 2009
publiziert: Samstag, 26. Jun 2010 / 22:28 Uhr
Beliebtes Downloaden: Der Einnahmen-Rückgang bei der Lizenzierung von physischen Tonträgern trifft die Musikschaffenden hart.
Beliebtes Downloaden: Der Einnahmen-Rückgang bei der Lizenzierung von physischen Tonträgern trifft die Musikschaffenden hart.

Bern - Die Schweizerische Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik (SUISA) hat im letzten Jahr einen Umsatz von 147,6 Mio. Franken erzielt. Dies entspricht einem Rückgang von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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Die Einnahmen aus der Lizenzierung von Urheberrechten seien zwar gegenüber dem Rekordjahr 2008 um rund 3 Prozent zurückgegangen, schrieb die SUISA anlässlich ihrer Generalversammlung. Dank tieferer Verwaltungskosten sei die Verteilsumme aber nur um 1,7 Prozent auf 119,5 Millionen Franken zurückgegangen (2008: 121,6 Mio. Franken).

Ihre Einnahmen steigern konnte die SUISA bei den Aufführungsrechten (plus 4 Prozent) und im Online-Geschäft (plus 46 Prozent). Der Einnahmen-Rückgang bei der Lizenzierung von physischen Tonträgern wie CDs um 13 Prozent treffe die Musikschaffenden aber hart, hiess es in der Mitteilung weiter.

Veränderung der Musikbranche

«Dieses Ergebnis spiegelt die Veränderungen in der Musikbranche», erläuterte der scheidende Generaldirektor Alfred Meyer die Jahresrechnung. Seine Nachfolge trat Anfang Jahr Andreas Wegelin an.

Die SUISA ist die Genossenschaft der Komponisten, Textautoren und Musikverleger der Schweiz und Liechtenstein. Zu ihren rund 28'000 Mitgliedern zählen Musikschaffende aller Sparten.

(fkl/sda)

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Nur keine Panik...
Der Konkurrenzkampf der Download Portale wird zunehmen und zu tieferen Preisen führen. Auch wenn das jetzt noch etwas dauert.

iTunes hat ja bekannterweise kürzlich die Preise für viele Alben und Einzelsongs sowie Videoclips drastisch erhöht. Von z.B. 1.50 auf 1.60 und vielmals sogar 2.20. Fast unglaublich eigentlich. Oder die Alben kosten vielmals nicht mehr 14.- oder 15.- sondern 17.- oder mehr.

Allerdings gehen die Verkäufe bei iTunes schmerzlich zurück und ich bin sicher, die Preise werden wieder gesenkt werden schlussendlich.
Denn z.B. Amazon.de bietet ja seit ca. Anfang Jahr auch Musik Downloads an für die Schweiz.
Dort findet man in der Regel auch alles was es im iTunes Shop gibt, nur zu viel viel tieferen Preisen. So kosten ein Song in der Regel 97 oder 98 Eurocents minus der deutschen Mehrwertsteuer die wir nicht bezahlen müssen, also 91 oder 90 cents. Das ergibt bei einem Kurs von sagen wir 1.45, CHF 1.32 was wohl einiges weniger ist als 1.60 oder gar 2.20.
Das selbe gilt für die Alben, dort findet man z.T. Alben zu massiv tieferen Preisen als in iTunes.

Und nun das wesentlichste überhaupt. Die Flatrate wird kommen, wann ist noch unklar, aber es ist beschlossene Sache, vor allem für Amazon.
Hm...
dann kann die Musikbranche in nächster Zeit wieder ein wenig jammern. Nur können sie nicht mehr mit der Ausrede von den bösen illegalen Downloader kommen. Wenn sie die Verwaltungskosten senken konnten, haben sie logischerweise dafür weniger finanziellen Aufwand und mehr Geld übrig. Sorry, aber wenn sie beim Download ein Plus von 46% verzeichnen und bei den CD-Lizenzen ein Minus von 13%, errechne ich daraus immer noch ein Plus von 33%. Bloss: wo ist der Rest des Geldes hin? Ich möchte darauf hinweisen, dass die SUISA laut Jahresbericht 09* im Jahr 2008 einen Rekordumsatz erzielt hat. Wie sie im Bericht schreiben, wurde TV-Werbung vermehrt auf Sender wie RTL, Pro 7, SAT 1, etc. verlagert, was ich gut nachvollziehen kann. Denn dort werden die Einschaltquoten tagsüber höher sein als bei SF. Auszug aus dem Bericht:

"Besonders stark rückläufig sind seit Jahren die Einnahmen aus Lizenzierung von physischen Tonträgern (CDs -13 %). Die Einnahmen aus dem Verkauf von Musikdateien
im Internet konnten zwar erneut um 46 % (plus CHF 610’566.–) gesteigert werden, der Rückgang aus der Lizenzierung von Tonträgern (minus CHF 2’011’690.–) wird damit aber bei Weitem nicht aufgefangen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Zum einen konkurrenzieren Tauschbörsen und illegale Download-Portale die offiziellen Angebote, zum anderen konkurrenzieren sich die Verleger und Verwertungsgesellschaften in Europa gegenseitig selbst, wenn es darum geht, Lizenzen an Online-Anbieter zu vergeben."

Auffällig hoch ist jedoch die Zunahme der Leistungen an die eigenen Fürsorge-Einrichtungen der Verleger (fast 33%)

Tja, damit ist eigentlich alles gesagt. Das mit dem Konkurrieren der Verleger kann ich bestätigen. Bloss hat das nicht die Konsumenten, sondern die Musikindustrie zu verantworten. Und das mit den illegalen Tauschbörsen nehme ich ihnen schlicht nicht mehr ab. Da stimmen meiner Meinung nach intern einige finanzielle Sachen nicht.

Die permanente digitalisierung ging für die Musikindustrie nach hinten los. Und nun wird uns das unter anderem mit steigenden Download-Gebühren gedankt! Die leidtragenden sind die Konsumenten und Musikliebhaber.

*Quelle: http://www.suisa.ch/fileadmin/user_upload/Downloads/Publikationen/SUIS...
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