30'000 Polizisten gegen Schweizer Hooligans
publiziert: Sonntag, 23. Mai 2010 / 14:09 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 23. Mai 2010 / 16:18 Uhr

Bern - Grossaufgebot gegen Randale an Sportanlässen: In der abgelaufenen Saison standen fast 30'000 Polizisten an Fussball- und Eishockey-Spielen der obersten Ligen im Einsatz. Für einen Fussballmatch der Super League brauchte es im Durchschnitt 101 Polizeikräfte.

Über zwei Drittel der Polizeiarbeit gehen auf das Konto des Fussballs. (Archivbild)
Über zwei Drittel der Polizeiarbeit gehen auf das Konto des Fussballs. (Archivbild)
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Diese waren jeweils etwas mehr als sechs Stunden im Einsatz, wie das Bundesamt für Polizei (fedpol) einen Bericht der «SonntagsZeitung» bestätigte.

Weniger Polizeipersonal war an Eishockeyspielen der National League A erforderlich: Pro Match sorgten durchschnittlich 29 Polizisten während 4,6 Stunden für Sicherheit.

Zähle sie alle Einsätze zusammen, ergebe das insgesamt 160'111 Einsatzstunden, sagte fedpol-Sprecherin Eva Zwahlen auf Anfrage.

Über zwei Drittel der Polizeiarbeit gehen auf das Konto des Fussballs: An 180 Spielen wandte die Polizei insgesamt 111'803 Stunden auf. Für die 368 Eishockeyspiele betrug der Aufwand 48'380 Stunden.

Negative Entwicklung

Der grosse Personalaufwand ist die Konsequenz einer negativen Entwicklung: In der Schweiz seien die Fans - insbesondere seit der Euro 2008 - grundsätzlich gewaltbereiter geworden, heisst es in der «Policy gegen Gewalt im Sport».

Das Strategiepapier war im vergangenen November von der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren verabschiedet worden.

Vermehrt gewaltbereit seien einerseits Hooligans, andererseits auch Teile von Ultra-Gruppierungen. Gemäss fedpol-Schätzungen gibt es in der Schweiz rund 250 Hooligans mit hoher Gewaltbereitschaft und rund 1500 gewaltbereite Personen.

Immer wieder gebe es bei Ausschreitungen auch viele Schaulustige sowie Solidaritätsaktionen von normalen Fans mit gewaltbereiten Fans. Diese Aktionen richteten sich etwa gegen die Polizei, heisst in der Policy weiter.

(bert/sda)

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