30'000 Unterschriften gegen Mega-Lastwagen
publiziert: Donnerstag, 18. Jun 2009 / 10:34 Uhr

Bern - Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) hat eine Petition gegen 60-Tonnen-Lastwagen bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht. Sie wurde von 30'000 Personen unterzeichnet.

In Schweden und Finnland seien die riesigen Lastwagen bereits unterwegs.
In Schweden und Finnland seien die riesigen Lastwagen bereits unterwegs.
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Die «tickende Zeitbombe» könnte die Schweiz unter Druck setzen, warnt der VCS in einem Communiqué. Die Situation könnte sich ähnlich entwickeln wie seinerzeit, als die Schweiz auf Druck der EU ihre Gewichtslimite für Lastwagen von 28 auf 40 Tonnen anheben musste.

Die Gigaliner genannten riesigen Lastwagen verbreiteten sich in der EU immer weiter. In Schweden und Finland seien sie bereits auf den Strassen unterwegs. In Belgien und Deutschland liefen Versuchsfahrten und Frankreich habe angekündigt, 60-Tönner zumindest teilweise einsetzen zu wollen.

VCS weist auf Gefahr hin

Die Petition verlangt vom Bundesrat, sich gegen die Zulassung der Riesengefährte in der EU einzusetzen. Diese Lastwagen würden jede umweltfreundliche Transportpolitik untergraben. Eine Rückverlagerung des Güterverkehrs auf die Strasse wäre die Folge.

Deutschland rechne mit einem Rückgang des kombinierten Verkehrs um über 55 Prozent. Gleiches sei für die Schweiz zu erwarten, was die Rentabilität der Neat und den Volkswillen zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene gefährden würde.

Zudem weist der VCS auf die Gefahr durch die 25 Meter langen Gefährte für die übrigen Verkehrsteilnehmer und die Brandgefahr in den Tunnels hin. Eine Erhöhung der Gewichtslimite würde überdies eine Anpassung der Infrastrukturen nach sich ziehen - mit Kostenfolgen von mehreren Milliarden Franken, wie der Bundesrat schätzt.

(fkl/sda)

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70% mehr Leistung bei halbem Angebot?
Das beste kommt ja noch: aufgrund der vom Volk angenommenen Alpenschutzinitiative soll die Anzahl Lastwagen-Nord-Süd-Fahrten (über resp. durch die Alpen) von heute 1,2 Mio. auf 650 000 halbiert werden. Der Güterverkehr wird aber voraussichtlich in den nächsten Jahren um bis zu 70 % zunehmen. Die Bahnkapazität Nord-Süd ist aber jetzt schon am Anschlag, da wir auf vielen Strecken Taktfahrplan haben und Güterzüge nur ganz selten durchfahren können, weil sie (selbst verspäteten) Regionalzügen IMMER weichen müssen. Wie die Umlagerung also funktionieren soll, selbst beim besten Willen aller Beteiligter, ist mir ein grosses Rätsel. Wenn es klappt, bin ich dafür der Erste, der gratuliert.
Keine Einigung in Europa
Also, realistischer ist ja, dass sich die Europäer nicht einigen und dann jeder machen kann, was er will. Dann werden sie in Deutschland, Frankreich und Italien wohl zugelassen und folglich stehen sie irgendwann an der Grenze.

Abgesehen vom Umweltschutz, da will ich mich nämlich gar nicht darauf einlassen, aber: die Bahn hat schlicht nicht genügend Kapazität, um dieses Umlagern von der Strasse auf die Schiene zu verkraften und ein Umbau der Infrastruktur würde Jahre dauern. Zumal die einzigen Stromquellen, die wohl dafür in Fragen kämen, umweltgerecht solche Mengen an Strom zu produzieren, Atomkraftwerke wären... und da schreien ja dieselben Leute dagegen. Wasserkraft ist auch nicht erlaubt, sprich: man soll auf die Bahn mit Strom, aber Strom will man dafür nicht produzieren.

Und damit versperren die gleichen Leute, die wohl die Bahn so bevorzugen, auch jegliche Möglichkeiten, die Bahn seriös auszubauen.
Nur Teilstrecken öffnen realistischer
Da das Problem ja nicht neu ist, öffnet man einfach nur ein paar Teilstrecken für die Monster. Mir macht die Sicherheit allgemein eher mehr Sorgen, auf der andern Seite: mit all den Baustellen sind Schweizer Strassen schon lange nicht mehr sicher, da stören die auch nicht mehr.
kreisel!!
ich bin dann ja gespannt wie so ein ungetüm in einem kreisel herumkurven will. vermutlich fährt das ding im kreisel gleich geradeaus!! das wir ja ganz lustig!!
äh... Umweltschutz verbieten?
Es stimmt wohl, dass mit Gigalinern die Verlagerung gefährdet würde, nämlich weil Lastwagen immer noch viel billiger als die Bahn sind und erst noch eine bessere CO2-Bilanz aufweisen (kein Witz!) Gigaliner wären eigentlich umweltfreundlich. Man rechne: was ist sinnvoller - 1 Motor der 60 Tonnen zieht oder 2 Motoren, die 30 Tonnen ziehen? (man rechnet übrigens mit CO2 pro Tonnenkilometer). Der Haken an der Sache: die EU wird niemals Gigaliner erlauben, da das links-grün-lastige Europaparlament auf Biegen und Brechen alles tut, um die Verlagerung zu begünstigen. Koste es, was es wolle (und egal, ob die Infrastruktur überhaupt vorhanden ist). Der VCS braucht also gar keine Petition einzureichen, denn Gigaliner werden in der CH nie zugelassen, da die Strassen (und vor allem Kreisel) nur für 25-Meter Fahrzeuge gebaut sind. Aber schön haben wir darüber geredet.
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