3000 Anleger um ihr Geld gebracht
publiziert: Sonntag, 20. Jun 2004 / 14:36 Uhr

Zürich - Die auf Wirtschaftsdelikte spezialisierte Bezirksanwaltschaft III für den Kanton Zürich führt ein Strafverfahren gegen einen Vermögensverwalter. Er soll in den 90er-Jahren rund 3000 Anleger um ihr Geld gebracht haben.

Einzelne haben dem Verwalter bis zu 150 000 Franken anvertraut.
Einzelne haben dem Verwalter bis zu 150 000 Franken anvertraut.
Der stellvertretende Staatsanwalt Andreas Ochsenbein bestätigte eine entsprechende Meldung des SonntagsBlick. Ob der von der Zeitung genannte Deliktsbetrag von 100 Millionen Franken allerdings zutreffe, könne er nicht sagen.

Die Ermittlungen laufen laut Ochsenbein harzig und könnten noch länger dauern. Ob es überhaupt zu einer Anklage komme, sei noch unklar.

Bislang haben sich laut Ochsenbein erst 28 der 3000 Geschädigten gemeldet. Einzelne haben dem Vermögensverwalter bis zu 150 000 Franken anvertraut. Möglicherweise seien viele der Opfer der Meinung, selbst schuld am finanziellen Verlust zu sein. Über das Vergehen des mutmasslichen Betrügers wollte der Staatsanwalt keine Angaben machen.

Gemäss SonntagsBlick hat der Vermögensverwalter Aktien von amerikanischen Internet-Scheinfirmen verkauft. Er habe den Wert der Aktien fast nach Belieben manipulieren können. Da die Anleger Auszüge von einer renommierten Zürcher Bank erhielten, hätten viele von ihnen auch dann nicht Verdacht geschöpft, als die Kurse einbrachen.

(rr/sda)

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