31 Zuwanderer in Container in Griechenland entdeckt - Zwei Tote
publiziert: Sonntag, 17. Sep 2000 / 15:06 Uhr

Athen - Beim Versuch, illegal in einem Container nach Italien zu gelangen, sind am Samstag in der griechischen Hafenstadt Korinth zwei Inder erstickt. Ein weiterer Immigrant schwebte nach Angaben des griechischen Radios am Sonntag noch in Lebensgefahr.

Eine Gruppe von insgesamt 31 illegalen Einwanderern aus Indien und anderen asiatischen Staaten hatten sich im Hafen von Korinth in einem Container auf einem Lastwagen versteckt. Nach Schliessung des Behälters sei die Luft immer knapper geworden. Die Menschen hätten verzweifelt an die Wände geklopft.

Für einen der Eingeschlossenen sei jede Hilfe zu spät gekommen, ein weiterer starb am späten Samstagabend in einem Spital, wie das Raqdio weiter berichtete. Die übrigen 29 Menschen wurden wegen Atemwegsbeschwerden ärztlich behandelt. Zuvor hatte es geheissen, drei Flüchtlinge seien ums Leben gekommen.

Die griechische Polizei stellte fest, dass der Lastwagen und der Container auf einen Frachter mit Ziel Italien verladen werden sollten. Die Flüchtlinge hätten sich während der Abwesenheit des Lastwagenfahrers im Container versteckt, hiess es.

Schleuserbanden versuchen immer wieder, von griechischen Häfen aus illegale Einwanderer nach Italien und weiter nach Mitteleuropa zu bringen.

(sda)

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