32 Tote: Zug kollidiert mit Car am Plattensee
publiziert: Donnerstag, 8. Mai 2003 / 16:50 Uhr

Budapest - Nach dem verheerenden Unglück eines deutschen Reisecars bei Siofok am Plattensee in Ungarn hat sich die Zahl der Toten auf 32 erhöht. Von den rund 50 Verletzten sind fünf schwer verletzt.

Siófok liegt am Plattensee und ist ein beliebter Badeort.
Siófok liegt am Plattensee und ist ein beliebter Badeort.
Das berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI. 29 Menschen seien am Unfallort, drei aus dem Weg ins Krankenhaus gestorben.

Ein Zug hatte den deutschen Reisebus am frühen Vormittag auf einem unbeschrankten Bahnübergang erfasst und in zwei Teile gerissen. Organisiert wurde die Reise von einem Unternehmen aus dem niedersächsischen Emstek bei Cloppenburg.

Im Buss sassen vor allem Touristen aus den Bundesländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Bevor Details bekannt gegeben werden, müssten die Angehörigen informiert werden, hiess es aus Polizeikreisen.

Die Ursache des verheerenden Zusammenstosses war nach Augenzeugenberichten ein Verkehrsstau. Wie ein Reporter der vor Ort berichtete, hatte der Bahnübergang keine Schranke, sondern nur eine Ampel-Warnanlage.

Der Bus kam demnach durch den Stau auf den Schienen zum Stehen. Währenddessen schaltete die Ampel auf Rot. Der anfahrende Zug konnte nicht mehr bremsen und schleifte den Bus rund 150 Meter weit mit.

Helfern boten sich Szenen des Schreckens. Die ungarischen Einsatzkräfte bargen noch Stunden nach dem Unglück die Leichen und reihten sie zur Identifizierung am Strassenrand auf. Dutzende Helfer, Helikopter und mehr als 30 Fahrzeuge der Feuerwehr waren am Unglücksort im Einsatz. Verletzte wurden in Spitäler gebracht.

Der ungarische Ministerpräsident Peter Medgyessy sprach inzwischen dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder angesichts der Opfer des schweren Busunglücks sein Beileid aus. Weiter forderte er mehr Sicherheit auf Bahnübergängen.

(bsk/sda)

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