33 Mio. Dollar für Kriegsopfer
publiziert: Donnerstag, 12. Apr 2007 / 22:13 Uhr

Washington - Das US-Militär hat mindestens 33 Millionen Dollar an Zivilisten in Irak und Afghanistan gezahlt, die versehentlich zu Opfern des Krieges wurden. Die Armee gab die Summe bekannt.

Wieviele Zivilisten eine Entschädigung erhalten hätten, ist nicht bekannt. (Archivbild)
Wieviele Zivilisten eine Entschädigung erhalten hätten, ist nicht bekannt. (Archivbild)
Zuvor waren einige der Zahlungen bereits an die Öffentlichkeit gekommen. Betroffene hatten unter anderem berichtet, Angehörige seien von Panzern überrollt, an Kontrollpunkten erschossen oder von Querschlägern getroffen worden seien.

Die genaue Zahl der Zivilisten, die eine Entschädigung erhalten hätten, sei nicht bekannt, erklärte das Militär. Das meiste Geld sei aber in den Irak gegangen.

In der Gesamtsumme sind keine «Kondolenz-Zahlungen» inbegriffen, die Kommandanten nach ihrem Ermessen direkt vor Ort leisten können.

200 Gesuche abgelehnt

Mehr Details wurden durch die Bürgerrechtsbewegung American Civil Liberties Union (ACLU) bekannt.

Von den 500 Fällen, über die der Organisation Informationen vorlagen, waren 200 abgelehnt worden, weil sich der Vorfall in einer Kampfsituation ereignet hatte.

So gingen die Angehörigen eines 16-Jährigen leer aus, der in Bagdad von einem US-Scharfschützen getötet worden war. Der Soldat hatte den Schulranzen des Jungen für ein gefährliches Objekt gehalten.

In etwa 165 Fällen wurden Summen zwischen 500 und 35'000 Dollar gezahlt. Die Hälfte des Geldes wurde für versehentliche Tötungen, Verletzungen oder Sachschäden ausgegeben.

(rr/sda)

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