Wasserversorgung wiederhergestellt
34 Tote bei Kämpfen in der Region Donezk
publiziert: Mittwoch, 20. Aug 2014 / 15:20 Uhr
Heftige Kämpfe forderten mehrere Todesopfer. (Symbolbild)
Heftige Kämpfe forderten mehrere Todesopfer. (Symbolbild)

Kiew - Bei den Gefechten im Osten der Ukraine sind in der Region Donezk binnen 24 Stunden 34 Zivilisten getötet worden. Wie die örtlichen Behörden am Mittwoch mitteilten, wurden seit Dienstag mindestens 29 weitere Zivilisten bei den Kämpfen verletzt.

6 Meldungen im Zusammenhang
Die Zahl zu den getöteten Zivilisten wurde von den Gesundheitsbehörden der örtlichen Regionalverwaltung veröffentlicht. Am Mittwochmorgen waren in den Vororten von Donezk weiter Gefechte zu hören. Nach Behördenangaben gelang es, die Wasserversorgung in der Region nach zwei Tagen Unterbrechung wiederherzustellen.

Die ukrainische Armee teilte mit, im gesamten Kampfgebiet seien binnen 24 Stunden neun Regierungssoldaten getötet und 22 weitere verletzt worden seien. Eine Einwohnerin berichtete, dass in der östlich von Donezk gelegenen Stadt Makijiwka ebenfalls weiter gekämpft werde. Die Stadt mit einst 360'000 Einwohnern steht seit Montag unter schwerem Beschuss.

Am Mittwoch floss in Makijiwka nach Angaben eines Augenzeugen zumindest wieder Wasser. Noch einmal weiter östlich von Donezk gewannen die Regierungstruppen nach Angaben der Nationalgarde fast vollständig die Kontrolle über die Kleinstadt Ilowajsk zurück.

Nachdem die Armee am Dienstag nach eigenen Angaben «Strassenkämpfe» im Zentrum der Rebellenhochburg Lugansk führte, gingen dort die Gefechte den örtlichen Behörden zufolge in der Nacht weiter. Die Industriestadt mit zuvor 420'000 Einwohnern ist seit zwei Wochen von der Versorgung mit Wasser und Strom abgeschnitten.

Vom Nachschub abschneiden

Die ukrainische Armee kündigte am Mittwoch eine Neuausrichtung ihrer Strategie an. Die Hauptbemühungen der Streitkräfte zielten darauf ab, die von den Rebellen gehaltenen Gebiete von der Versorgung mit Waffen und Kämpfern aus Russland zu isolieren, teilte der für die Kämpfe im Osten verantwortliche Generalstab der Armee mit.

Diese Strategie war am Montag vom ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko angeordnet worden. Zuvor hatte Poroschenko Angaben der Rebellen bestätigt, wonach 1200 Kämpfer von Russland aus zu den Separatisten gestossen seien.

Die russische Armee kündigte am Mittwoch an, eine weitere Militärübung abhalten zu wollen. Das Manöver finde in der südrussischen Region Astrachan statt, sagte Armeesprecher Igor Klimow der Nachrichtenagentur Interfax. Die Region liegt mehrere hundert Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Bei dem Manöver sollen verschiedene Raketensysteme getestet werden.

Treffen Putin-Poroschenko

Russland hielt seit Beginn des Ukraine-Konflikts bereits mehrere Militärübungen ab. Kiew wertet die Manöver als Drohgebärden Moskaus. Der russische Präsident Wladimir Putin soll kommende Woche in der weissrussischen Hauptstadt Minsk mit dem ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko zusammentreffen. Zuvor reist die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag nach Kiew, um mit der ukrainischen Regierung über die Krise zu beraten.

(flok/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - Im Ukraine-Konflikt sind seit Mitte April mindestens 2200 Menschen getötet worden. Die Zahl wird in einem Bericht ... mehr lesen
Vertreter beider Parteien äussern sich nicht zu dem Bericht. (Symbolbild)
Panzerkolonne im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew zum Jahrestag der Unabhängigkeit.
Kiew/Donezk - Inmitten des Konfliktes mit Russland hat die Ukraine erstmals seit Jahren wieder eine grosse Militärparade zur Feier des Unabhängigkeitstags abgehalten. Vor zehntausenden ... mehr lesen
Donezk - Bei den Gefechten in der ... mehr lesen 6
Die seit Monaten andauernden Gefechte zwischen der ukrainischen Armee und prorussischen Aufständischen im Osten der Ukraine rückten in den vergangenen Tagen immer näher an die Innenstadt von Donezk heran.
Die Separatistenhochburg Donezk ist seit Wochen heftig umkämpft. (Symbolbild)
Kiew - Prorussische Separatisten ... mehr lesen
Donezk - Die Kämpfe zwischen den ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Rebellen toben nun auch in der Innenstadt der Industriemetropole Donezk. Laut einer Reuters-Reporterin versteckten sich Separatisten auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums und schossen von dort. mehr lesen  1
Weitere Artikel im Zusammenhang
Kiew - Bei einem Raketenangriff auf einen Flüchtlingskonvoi im Osten der ... mehr lesen
Chaos in der Ukraine: Gegenseitige Schuldzuweisungen. (Symbolbild)
Die...
Regierung in Kiew ist bankrott und könnte ohne die Unterstützung der EU nicht einmal gegen die Maulwürfe in Poroschenkos Vorgarten Krieg führen, geschweige denn per Sanktionen den wilden Mann markieren. Man kann guten Gewissens davon ausgehen, dass die Grossmäuligkeit die man hier so demonstrativ zur Schau stellt, ein Back-up in Brüssel hat. Man reisst nur deshalb die Klappe so weit auf, weil man in Kiew nach wie vor davon ausgeht, dass andere die Rechnung dafür bezahlen.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene ... mehr lesen 1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben ... mehr lesen  
NATO-Generalsekretär hält Rede in Warschau  Warschau - NATO-Generalsekretär Stoltenberg sieht das Bündnis wenige Wochen vor dem Warschauer Gipfel vor grossen Herausforderungen. Einen neuen ... mehr lesen   1
Die NATO sei weiterhin an einem Dialog mit Russland interessiert.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 2°C 3°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Schneeregenschauer
Basel 1°C 3°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wechselnd bewölkt
St. Gallen 2°C 2°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, wenig Schnee
Bern 1°C 2°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer Schneeregenschauer
Luzern 3°C 4°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Schneeregenschauer
Genf 0°C 4°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wolkig, aber kaum Regen
Lugano 6°C 7°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten