35 Nieren-Spender in Jordanien gestorben
publiziert: Sonntag, 3. Aug 2008 / 14:13 Uhr

Amman - Mindestens 35 Jordanier sind in den letzten drei Jahren an den Folgen illegaler Nierenentnahmen gestorben. Im gleichen Zeitraum seien insgesamt 120 Menschen von Händlern des nahöstlichen Schwarzmarktes für Spendernieren rekrutiert worden.

Etwa 4000 Franken würden die illegalen Spender für die Entnahme erhalten. (Symbolbild)
Etwa 4000 Franken würden die illegalen Spender für die Entnahme erhalten. (Symbolbild)
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Dies erklärte Dr. Mohammed Ghneimat, der Präsident der Vereinigung der Nierenpatienten in Jordanien, in der jordanischen Tageszeitung «Al-Rai». Dabei handelte es sich zumeist um verarmte Menschen aus palästinensischen Flüchtlingslagern.

Für die Entnahme einer Niere hätten die illegal angeworbenen Spender 3000 jordanische Dinar (rund 4000 Franken) erhalten. Die Organe wurden an wohlhabende Patienten zumeist in Ägypten und in Pakistan verkauft.

Die Spender wurden ausserhalb Jordaniens «unter irregulären Umständen» operiert, sagte Dr. Ghneimat. Bei vielen von ihnen seien nach dem Eingriff Komplikationen aufgetreten, so dass mindestens 35 von ihnen daran starben.

Inzwischen schritten die jordanischen Behörden ein. Aufgrund der Aussagen von Spendern seien bereits etliche Akteure des Organhändler-Kartells festgenommen worden.

(tri/sda)

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