35 Tote bei Autobombenexplosion in Bagdad
publiziert: Dienstag, 14. Sep 2004 / 09:53 Uhr

Bagdad - In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist vor einer Polizeistation eine Autobombe explodiert. Dabei kamen mindestens 35 Menschen ums Leben. Dies bestätigte das irakische Innenministerium in Bagdad.

Die US-Streitkräfte müssen immer in Alarmbereitschaft bleiben.
Die US-Streitkräfte müssen immer in Alarmbereitschaft bleiben.
Andere Quellen sprachen von 10 bis 15 Toten und dutzenden Verletzten. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Bagdad wollte noch keine genauen Zahlen nennen. Zuvor hatte bereits die Nachrichtenagentur Reuters 35 Tote gemeldet.

Unterschiedliche Berichte gab es über die Ursache der Explosion. Während die US-Armee und das irakische Innenministerium von einer Autobombe sprachen, berichteten Augenzeugen von einer Granatenexplosion vor der Polzeiwache.

Der Anschlag ereignete sich in der Haifa-Strasse. Sie gilt als Aufständischen-Hochburg. Rebellen und US-Truppen hatten sich dort zuletzt am Sonntag Kämpfe geliefert, bei denen 13 Menschen ums Leben kamen.

In Buhriz bei Bakuba starben bei einem weiteren Anschlag drei irakische Polizisten. Die Männer seien dabei gewesen, einen Kontrollpunkt zu errichten, als die Bombe explodierte, berichteten Spitalärzte in der rund 60 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Bakuba.

Bereits am Montagnachmittag wurden in Bagdad zwei US-Soldaten getötet, als Aufständische einen Sprengsatz zündeten und das Feuer auf sie eröffneten. Drei weitere Soldaten erlitten Verletzungen, teilte das US-Militärkommando mit.

In Nordirak verübten unterdessen Unbekannte in der Nacht Anschläge auf zwei Pipelines, die Erdöl von den Ölfeldern bei Kirkuk in den türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan pumpen. Dies bestätigte ein Vertreter der Nordöl-Gesellschaft in Kirkuk.

Der Abtransport des Erdöls von den Kirkuker Ölfeldern in die Türkei kam damit zum Erliegen. Augenzeugen berichteten von gewaltigen Flammen. Wegen der enormen Rauchentwicklung musste die Überlandstrasse von Kirkuk nach Bedschi gesperrt werden.

(rr/sda)

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