Kundgebung unter Polizeischutz
3500 Abtreibungsgegner demonstrieren in Zürich
publiziert: Samstag, 19. Sep 2015 / 22:20 Uhr
Ein Grossaufgebot der Polizei war im Einsatz. (Archivbild)
Ein Grossaufgebot der Polizei war im Einsatz. (Archivbild)

Zürich - Mit Luftballons und Holztafeln haben am Samstag in Zürich-Oerlikon rund 3500 Personen aus christlichen und rechtskonservativen Kreisen gegen Abtreibungen demonstriert. Wie angekündigt, versuchten Autonome, den «Marsch fürs Läbe» zu stören.

3 Meldungen im Zusammenhang
Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Die Gegendemonstranten hatten ihren Auftritt vergangene Woche bei einem Farbanschlag auf das Zürcher EVP-Sekretariat angekündigt.

Es war das erste Mal, dass auch die Mutterpartei ihre Teilnahme am Anlass beschlossen hatte - nachdem die Organisatoren einen «differenzierten, nicht plakativen Auftritt» versprochen hatten.

«Ja zum Leben»

So wurden dann beim Umzug am Samstag auch nicht wie in Vorjahren Kindersärge mitgetragen. Auch verzichteten die Abtreibungsgegner auf Bilder mit Embryonen. Der Flyer und Holztafeln, welche die Umzugsteilnehmer dabei hatten, zeigte aber einen Fötus im Mutterleib mit der Aufschrift «Total Mensch!» oder «Ja zum Leben».

Vor dem Umzug versammelten sich die Abtreibungsgegner auf dem Marktplatz zu einem Gottesdienst. Seine Teilnahme zur 6. Ausgabe der Kundgebung absagen, musste der Bischof von Freiburg, Charles Morerod. Er weilte gerade in Rom. An seiner Stelle wandte sich der Zürcher Weihbischof Marian Eleganti an die Anwesenden.

Mehrere Dutzend Personen abgeführt

Der Verein «Marsch fürs Läbe» tritt kompromisslos gegen Abtreibung und für das Recht auf Leben ein. Die Umzugsteilnehmenden sammelten am Samstag zudem Unterschriften für das Referendum gegen das Fortpflanzungsmedizingesetz. Sie wehren sich gegen die Einführung der Präimplantationsdiagnostik.

Schon vor dem Gottesdienst hatten sich beim Marktplatz etwa 200 junge Leute zu einer Gegendemonstration versammeln wollen. Die Polizei war jedoch mit einem Grossaufgebot vor Ort und erstickte die Störaktionen im Keim. Sie riegelte den Marktplatz für die «Marsch-fürs-Läbe»-Teilnehmenden von allen Seiten her ab.

Nach Polizeiangaben wurden rund 100 Personen für eine Kontrolle auf eine Polizeiwache geführt und danach wieder entlassen. «Vor Ort war es nicht möglich, die Demonstrierenden zu überprüfen», sagte Judith Hödl gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Zahlreiches Demomaterial wurde sichergestellt, wie die Stadtpolizei mitteilte.

Von der Polizei eskortiert konnte der «Marsch-fürs-Läbe»-Umzug dann praktisch ungestört durchgeführt werden. Vor Beginn der Schlusskundgebung blockierten dann rund 50 Personen den Zugang zur Bühne auf dem Marktplatz. Als sie sich weigerten, den Ort zu verlassen, wurden sie von Polizisten weggetragen.

(bg/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Boston - Abtreibungsgegner machen Frauen in US-Kliniken für ... mehr lesen
Durch eine App fanden Abtreibungsgegener raus, wo sich die Frauen befinden.
Protest gegen den Abbruch von Schwangerschaften.
Aarau - Rund 70 Anhänger der ... mehr lesen 2
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Einschulung.
Einschulung.
Publinews    Wenn man von optimaler Begleitung von Schulkindern spricht, denken wohl die wenigsten Menschen an einen Schulthek. Der Inbegriff der Begleitung liegt immer noch im Mutter- oder Vaterbegriff begraben. mehr lesen  
Trends für 2019  Geht es um Trends der digitalen Devisen für 2019, rangiert der Bitcoin ganz vorn. Auch Ethereum, Bitcoin Cash ... mehr lesen  
Hohes Verlustrisiko aufgrund der hohen Volatilität.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, ... mehr lesen   3
350 ausländische Campierer  Bern - Seit einigen Tagen campieren mittlerweile rund 350 ausländische Fahrende im bernischen Witzwil. Die Anwohner beklagen sich über Lärm, Dreck und Sachbeschädigungen. Die Behörden bitten um Geduld, denn die Fahrenden sollen das Gelände bis am Mittwochabend verlassen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 6°C 8°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel 7°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 5°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Bern 5°C 7°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Luzern 6°C 8°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 6°C 7°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 5°C 11°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten