4 Fragen an den Sportminister
publiziert: Freitag, 13. Aug 2004 / 20:44 Uhr

Bundesrat Samuel Schmid, der Schweizer Sportminister, weilt für vier Tage bei den Olympischen Spielen in Athen. Er beantwortete der Sportinformation vier Fragen zum Thema Spitzensport und Spitzenleistungen.

Samuel Schmid: 'Es wird bei uns keinen Staatssport geben'
Samuel Schmid: 'Es wird bei uns keinen Staatssport geben'
Herr Bundesrat, hier bei den Olympischen Spielen wird ständig von Medaillen gesprochen. Nationen werden daran gemessen, wie viele Medaillen ihre besten Sportler gewinnen. Gibt es in der Schweiz vom Bund aus Pläne oder Ideen, den Spitzensport stärker zu fördern, oder wird der Beitrag des Bundes angesichts der Sparvorhaben sogar beschnitten?

Samuel Schmid: Der Bund wird sicher nicht mehr Mittel einsetzen können, als dies gegenwärtig der Fall ist. Es gibt aber Möglichkeiten, diese Mittel optimal zu verwenden. An Ideen und Verbesserungen wird dauernd gearbeitet. Wir wollen aber keinen Staatssport.

Das heisst, das Modell Frankreich, wo der Staat den Spitzensport trägt, wird es bei uns nicht geben?

Samuel Schmid: Nein, das steht nicht zur Diskussion. Nicht nur solche Systeme arbeiten erfolgreich. Es gibt auch andere Modelle. Bei uns arbeiten die Sportverbände und der Staat Hand in Hand. Wir haben als Förderungsmassnahme die Sportler-Lehre eingeführt, mit der Sportler-RS wurden Verbesserungen für die Athleten umgesetzt, in der Sportwissenschaft werden Resultate erreicht -- in diesem Sinne müssen Staat und Verbände alle Möglichkeiten zur Förderung des Leistungssports umsetzen.

Sie waren am letzten Freitag bei "Weltklasse Zürich" im Letzigrund dabei, als im 3000-m-Lauf der Frauen eine gewisse Zenebech Tola Zweite wurde, ihre Bestzeit um 20 Sekunden auf 8:40 Minuten drückte und auf Rang 5 der Weltrangliste vorstiess. Tola ist noch keine 20 Jahre alt, stammt aus Äthiopien, weilt seit anderthalb Jahren in der Schweiz, sucht bisher erfolglos um Asyl nach und möchte Schweizerin werden. Sie ist ein Riesentalent mit Potenzial zur Weltmeisterin. Warum passiert da nichts, könnten Sie nicht etwas unternehmen?

Samuel Schmid: Der gesetzliche Weg führt nicht über mein Departement. Auch erfolgreiche Sportler müssen sich im Asylwesen an die bei uns geltenden Vorschriften halten.

Es braucht nicht einmal die Beispiele Katar und Bahrain, wo kenianische Spitzenathleten im Dutzend eingekauft und eingebürgert werden. Aber bei allen unseren Nachbarn, von Frankreich über Italien und Österreich bis Deutschland, hätte Zenebech Tola wohl bereits einen Pass und könnte schon an den Spielen in Athen teilnehmen.

Samuel Schmid: Ein solches Vorgehen entspräche nicht unserer Rechtskultur. Wir haben andere gesetzliche Grundlagen. Das Parlament hat sich mehrfach damit befasst und im jetzt geltenden Sinn entschieden.

(von Peter A. Frei, Athen/Si)

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