Weltweit dramatischer Anstieg
40 Millionen Menschen haben Aids
publiziert: Mittwoch, 28. Nov 2001 / 16:59 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 28. Nov 2001 / 17:15 Uhr

Genf - Nach einem weiteren dramatischen Anstieg sind weltweit 40 Millionen Menschen mit dem Aidsvirus infiziert. Dies sind vier Millionen mehr als Ende letzten Jahres. Das UNO-Hilfsprogramm gegen Aids (UNAIDS) kritisiert den Westen.

UNAIDS-Direktor Peter Piot kritisierte bei der offiziellen Vorstellung des Jahresberichtes 2001 in Moskau, dass die Zahl der Neuinfektionen in mehreren westlichen Ländern wieder steige. Die Aids-Gefahr werde auf Grund verbesserter Behandlungsmöglichkeiten häufig nicht mehr ernst genommen.

Besondere Besorgnis errege derzeit die Ausbreitung der Aids-Epidemie in der Russischen Föderation und in Osteuropa, sagte Piot. Die Ukraine habe als erstes europäisches Land die Schwelle von einem Prozent Aids-Infizierter in der Bevölkerung überschritten.

Weltweit am stärksten betroffen ist nach wie vor Afrika. Dort leben mehr als 28 Millionen HIV-Infizierte. 2,3 Millionen Afrikaner starben im vergangenen Jahr an den Folgen der Immunschwächekrankheit. Im südafrikanischen Land Botswana trägt bereits jede dritte Schwangere das Virus in sich.

(sda)

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