40 Schweizer warten auf Evakuierung
publiziert: Dienstag, 18. Jul 2006 / 11:29 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 18. Jul 2006 / 11:49 Uhr

Bern/Beirut - Etwa 40 Schweizer haben am Montagabend in Beirut vergeblich versucht, dem Krieg in Libanon zu entkommen.

Dutzende Schweizer harrten im Beiruter Hafen aus.
Dutzende Schweizer harrten im Beiruter Hafen aus.
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Die von Frankreich gecharterte griechische Fähre fuhr ohne sie nach Zypern. Nur einer Handvoll Schweizern gelang die Ausreise.Wie Jean-Philippe Jeannerat, Sprecher des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), der Nachrichtenagentur SDA sagte, kamen am Morgen früh bloss drei oder vier Schweizer Bürger im Hafen von Larnaka auf Zypern an.

Das Aussenministerium in Bern hatte noch am Montag die Ausreise von etwa 40 Schweizern aus Libanon angekündigt. Offenbar aus Sicherheitsgründen entschied sich der griechische Kapitän für einen früheren Aufbruch. Dutzende Schweizer hatten Stunden im Beiruter Hafen ausgeharrt in der Hoffnung, mitgenommen zu werden.

Schweizer gingen leer aus

Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP waren auf dem Schiff rund 900 Passagiere, davon etwa 750 Franzosen. An Bord befanden sich 200 Kinder, 80 von ihnen reisten ohne Eltern.

Nach Angaben aus Frankreich hatten sich rund 1250 Menschen Hoffnung auf einen Platz auf dem Schiff gemacht. Über 300 Personen - darunter die 40 Schweizer - gingen leer aus.

Warten in der Botschaft

Die enttäuschten Schweizer wurden von diplomatischem Personal betreut und zum Teil in Hotels, zum Teil in der Schweizer Botschaft untergebracht. Ein neuer Anlauf zur Evakuierung ist bereits für heute vorgesehen; nähere Angaben dazu waren beim EDA zunächst nicht erhältlich.

Insgesamt möchten rund 400 Schweizer Libanon zu verlassen. Zum Teil handle es sich dabei um Touristen, zum Teil um Leute, die ständig in dem Land lebten, sagte Jeannerat.

Flucht nach Syrien

Mehr als 130 Schweizer wurden bereits am vergangenen Wochenende auf dem Landweg via Syrien in Sicherheit gebracht. Vor Kriegsausbruch lebten 838 Schweizer in Libanon, 713 von ihnen sind Doppelbürger.

Bischöfe besorgt

Unterdessen hat sich die Schweizer Bischofskonfeenz (SBK) besorgt über «die dramatischen Ausmasse der Krise im Nahen Osten» gezeigt.

Die SBK sei bestürzt über die neuerliche Eskalation und rufe deshalb alle Regierungen der Welt und alle Kirchen dazu auf, einen Beitrag bei der Vermittlung zwischen den Kriegsparteien zu leisten, teilte die Konferenz mit.

(ht/sda)

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