400 Neonazis treffen sich im Wallis zu Nazi-Konzert
publiziert: Sonntag, 18. Sep 2005 / 14:24 Uhr / aktualisiert: Samstag, 8. Okt 2005 / 14:12 Uhr

Brig VS - Gegen 400 Neonazis haben sich am Samstagabend illegal bei Gamsen nahe Brig VS versammelt.

Die Zusammenkunft war illegal. (Bild: Archiv)
Die Zusammenkunft war illegal. (Bild: Archiv)
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Die Rechtsextremen aus der Schweiz, Italien, Deutschland, Frankreich und Österreich besuchten ein Gedenkkonzert für den Nazi-Sänger Ian Stuart.

Bereits am frühen Abend hatten sich gegen 300 Neonazis in der Festhalle Crazy Palace in Gamsen getroffen, bestätige der Walliser Polizeisprecher Renato Kalbermatten Berichte der Sonntagspresse.

Das Bundesamt für Polizei (fedpol) warnte die Polizei bereits am Samstagmorgen vor einem rechtsextremen Treffen.

Zusammenkunft illegal

Nach Artikel 261 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs sind solche Zusammenkünfte illegal.

Aus Sicherheitsgründen sei es anschliessend zu spät gewesen, das bereits im Gang befindliche Treffen aufzulösen, erklärte Kalbermatten. Der Abend sei ruhig und ohne Zwischenfälle verlaufen.

Die Polizei kontrollierte gegen 60 Personen, niemand wurde festgenommen.

Rechtliche Folgen

Die Justiz müsse nun entscheiden, welche rechtlichen Folgen das Treffen für die involvierten Personen haben wird. Der Eigentümer des Crazy Palace und der Mieter der Festhalle, ein Neonazi aus Brig, müssten mit einer hohen Geldbusse rechnen.

Weitere Gedenkkonzerte hätten bereits in Verona, Italien und in Süddeutschland stattgefunden, sagte Kalbermatten. Angekündigt hatte das Konzert im Wallis eine Schweizer Sektion von «Blood and Honour».

Der britische Sänger Ian Stuart ist der Gründer der rechtsextremen Band «Screwdriver». Er starb 1993 bei einem Autounfall.

(rr/sda)

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