Bundesrat soll Dalai Lama empfangen
4200 Personen fordern Treffen zwischen Bundesrat und Dalai Lama
publiziert: Montag, 15. Apr 2013 / 16:07 Uhr / aktualisiert: Montag, 15. Apr 2013 / 21:33 Uhr
4200 Personen fordern Treffen zwischen Bundesrat und Dalai Lama. (Symbolbild)
4200 Personen fordern Treffen zwischen Bundesrat und Dalai Lama. (Symbolbild)

Bern - Der Bundesrat wird den Dalai Lama während dessen Besuches nicht empfangen. Rund 4200 Personen äusserten in einer Petition ihren Wunsch, dass die Landesregierung bei nächster Gelegenheit ein politisches Signal setze und das geistliche Oberhaupt der Tibeter treffe.

3 Meldungen im Zusammenhang
Die Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft (GSTF) - Initiantin der Petition - übergab nach eigenen Angaben am Montag in Anwesenheit von Nationalrat Martin Naef (SP) der Bundeskanzlei in Bern knapp über 4200 unterschriebene Postkarten. Auf diesen steht der Slogan: «Es ist Zeit, den Dalai Lama zu empfangen.»

Ebenso wie die Schweiz engagiere sich der Dalai Lama für Menschenrechte, Gewaltlosigkeit, Frieden und Toleranz in der Welt, schrieb die GSTF in einer Medienmitteilung. Mit dem Appell möchte die Gesellschaft im Namen der Unterzeichnenden den Bundesrat dazu ermuntern, sich wieder vermehrt auf diese Themen zu berufen und den Dalai Lama zu einem offenen Austausch zu treffen.

Der Bund wehrte sich gegen den Vorwurf, er habe sich gegen ein Treffen zwischen einem Bundesratsmitglied und dem Dalai Lama entschieden. «Der Bundesrat hat keine diesbezügliche Anfrage erhalten», hiess es vergangene Woche seitens des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

Weiter hielt das EDA in der schriftlichen Stellungnahme fest, grundsätzlich seien Bemühungen für die Förderung und Durchsetzung der Menschenrechte in China ein integraler Bestandteil des politischen Dialogs der Schweiz mit China. Dazu gehörten auch die Rechte der tibetischen Gemeinschaft.

Treffen mit Parlamentariern

Der Dalai Lama hält sich seit Freitag in der Schweiz auf. Am Wochenende referierte der Friedensnobelträger in Freiburg zum Thema religionsübegreifende Ethik und nahm buddhistische Unterweisungen und Initiationen vor. Rund 16'000 Menschen nahmen am ausverkauften Event teil.

Am Dienstag steht ein Besuch in Bern auf dem Programm. Nach einem Empfang von Nationalratspräsidentin Maya Graf (Grüne) tauscht sich der Dalai Lama vor den Medien mit den Mitgliedern der Parlamentarischen Gruppe Tibet aus. Am Mittwoch beendet er seinen Aufenthalt in der Schweiz mit einem Besuch im Tibet-Institut in Rikon ZH.

 

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Der Dalai Lama weilte am Samstag und Sonntag in der Schweiz.
Freiburg - Rund 16'000 Menschen ... mehr lesen
Bern - Im April wird der Dalai Lama die Schweiz besuchen. Der Bundesrat empfängt ihn auch diesmal nicht. Die Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft und die parlamentarische Gruppe Tibet zeigen sich enttäuscht. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Selena Gomez und der Dalai Lama.
Selena Gomez und der Dalai Lama.
Musikerin darf ihre Gigs in Guangzhou und Shanghai nicht spielen  Selena Gomez (23) darf aufgrund ihrer Verbindung zum Dalai Lama (80) in China nicht mehr auftreten. mehr lesen 
Podiumsdiskussion mit dem Dalai Lama  Genf - Heute ist am Graduate Institute in Genf die Podiumsdiskussion mit dem Titel «Nobel Laureates on Human Rights - a view from civil society» abgehalten worden. Die ... mehr lesen
Eine spannende Runde versammelte sich zum Thema Menschenrechte.
China reagiert empört  Nur ein Jahr nach seinem letzten Besuch in der Schweiz ist der Dalai Lama am Donnerstag in Genf eingetroffen. Der Grund seines Besuches: Er nimmt heute an einer gemeinsamen Veranstaltung der Uno-Vertretungen Kanadas und der USA teil. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 8°C 11°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Basel 7°C 12°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
St. Gallen 4°C 7°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Bern 5°C 10°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Nebel
Luzern 8°C 10°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Nebel
Genf 6°C 11°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Lugano 14°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten