45 000 protestieren in Berlin
publiziert: Samstag, 2. Okt 2004 / 20:27 Uhr / aktualisiert: Samstag, 2. Okt 2004 / 20:50 Uhr

Berlin - Mit einem Protestzug haben in Berlin etwa 45 000 Menschen aus ganz Deutschland gegen die Arbeitsmarktreformen demonstriert. Dies teilten Polizei und Veranstalter übereinstimmend mit.

Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder steht weiterhin unter Kritik.(Archiv)
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Die Teilnehmenden zogen vom Alexanderplatz durch die Berliner Innenstadt.

Nein zu Harz

Sie riefen Parolen wie Wir sind das Volk und auf Transparenten waren Losungen wie Nieder mit Hartz zu lesen.

In Sprechchören kritisierten die Demonstranten die Bundesregierung, aber auch die oppositionelle Union und die Wirtschaft.

Mit Blick auf Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und CDU-Chefin Angela Merkel skandierten sie: Schröder in die Wüste, Merkel hinterher!

Friedlicher Verlauf der Demo

Laut Polizei wurden aus der Menge vereinzelt Flaschen und Farbbeutel auf Polizisten und ein Autohaus geworfen. Sechs Demonstranten seien festgenommen worden.

Die Protestaktion ging aber am Nachmittag mit einer Kundgebung am Alexanderplatz friedlich zu Ende.

Zur Demonstration aufgerufen hatte das Bündnis Weg mit Hartz IV, das unter anderem von dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac, gewerkschaftlichen Gruppen und der PDS unterstützt wird.

Am Umzug beteiligten sich denn auch mehrere Spitzenpolitiker der PDS, darunter der Parteivorsitzende Lothar Bisky.

Am Sonntag sollte in Berlin eine weitere, bundesweite Demonstration gegen die Hartz-Gesetze stattfinden, die von der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) unterstützt wird.

Die Veranstalter hatten sich nicht auf einen gemeinsamen Protestzug einigen können.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte unmittelbar vor der zentralen Demonstration vom Samstag erneut klar gemacht, dass er trotz der anhaltenden Proteste an seiner Reformpolitik festhalten wolle.

Im Zentrum seiner Arbeit werde die Durchsetzung der Reformen bleiben, sagte er der Süddeutschen Zeitung.

Die Zustimmung zu den Reformem wachse, fügte der Kanzler hinzu. Bei den allwöchentlichen Montagsdemos gegen Hartz IV waren zuletzt stark rückläufige Teilnehmehrzahlen registriert worden.

(kst/sda)

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