50 Tote bei Bombenserie in Neu Delhi
publiziert: Samstag, 29. Okt 2005 / 23:00 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 30. Okt 2005 / 08:36 Uhr

Neu Delhi - Drei Tage vor einem bedeutenden Hindu-Fest sind bei einer Bombenserie in Neu Delhi 55 Menschen getötet worden. Mehr als 150 Menschen wurden verletzt.

Die Detonationen ereigneten sich in den belebten Marktvierteln
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Unter den Opfern seien viele Kinder, teilte das Innenministerium mit. Laut der indischen Nachrichtenagentur PTI befinden sich unter den Opfern auch ausländische Touristen. Am Nachmittag waren in beliebten Einkaufsvierteln fast zeitglich drei Bomben explodiert.

Nach den Explosionen brach Panik und Chaos aus. Verzweifelte Menschen wollten nach ihren Angehörigen suchen, wurden dabei aber von der Polizei aufgehalten, die die Anschlagorte abgeriegelt hatte. Auf den Strassen lagen Leichen. Die Polizei ordnete die Schliessung aller Märkte in der Hauptstadt an.

Obwohl sich bislang niemand zu den Angriffen bekannte, nahm die indische Polizei zehn Personen fest. Trotz der raschen Verhaftungen betonte Innenminister Shivraj Patil, dass es für Mutmassungen über Hintermänner der Anschläge zu früh sei. Das gleiche gelte auch für die endgültige Opferzahl.

Internationale Verurteilung der Anschläge

Mit Entsetzen reagierte die Welt auf die blutigen Ereignisse: Der britische Aussenminister Jack Straw sprach von «zynischen und gefühllosen» Anschlägen. Der EU-Aussenbeauftragte Javier Solana erklärte, er verurteile die Anschläge «aufs Schärfste».

Die pakistanische Regierung verurteilte die Anschläge als einen «kriminellen Akt des Terrors». Die pakistanische Regierung und das pakistanische Volk seien schockiert. Zwischen den seit Jahrzehnten verfeindeten Staaten hat sich jüngst eine leichte Entspannung abgezeichnet.

Zum Lichterfest, Diwali, das von den Hindus am Dienstag gefeiert werden sollte, waren alle Häuser in der indischen Hauptstadt mit Lampen geschmückt. Nach den Sirenen der Rettungsfahrzeuge wurde es in Neu Delhi unterdessen still, die Feststimmung ist der Trauer gewichen, das Lichterfest ist dunkel geworden.

(bert/news.ch mit Agenturen)

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