6 von 30 Entführten im Irak freigelassen
publiziert: Sonntag, 17. Dez 2006 / 20:37 Uhr

Bagdad - Während einer Versöhnungskonferenz zur Eindämmung der Gewalt im Irak sind bei einer Massenentführung in Bagdad 30 Männer verschleppt worden. Sechs von ihnen kamen später frei. Die meisten Entführten sind Rot-Halbmond-Mitarbeiter.

Die Rot-Halbmond-Gesellschaft ist mit ihren 1000 Mitarbeitern und 200 000 Freiwilligen die einzige Hilfsorganisation, die in allen 18 Provinzen des Landes agiert.
Die Rot-Halbmond-Gesellschaft ist mit ihren 1000 Mitarbeitern und 200 000 Freiwilligen die einzige Hilfsorganisation, die in allen 18 Provinzen des Landes agiert.
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Die bewaffneten Angreifer umstellten mit ihren Geländewagen ein Gebäude des Roten Halbmondes in der Innenstadt. Die mit Polizei-Uniformen verkleideten Angreifer stürmten dann die Vertretung der Hilfsorganisation.

Die Männer seien von den Frauen getrennt und dann verschleppt worden, sagten Mitarbeiter und Augenzeugen weiter. Sechs ältere Personen wurden am Abend im Nordosten Bagdads freigelassen.

Unter den 24 weiterhin Entführten seien 21 Mitarbeiter des Roten Halbmondes und drei Besucher, sagte Generalsekretär Mazen Abdallah. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Genf forderte deren sofortige und bedingungslose Freilassung.

In den vergangenen Monaten hat es im Irak immer wieder Massenentführungen gegeben, von Schiiten und Sunniten verübt. Das Schicksal vieler Entführter bleibt ungeklärt.

Nuri Al-Maliki versucht den Terror einzudämmen

Iraks Ministerpräsident Nuri Al-Maliki machte am Wochenende einen neuen Versuch, den blutigen Terror in seinem Land einzudämmen. An einer Versöhnungskonferenz bot er früheren Militärs aus der Zeit Saddam Husseins an, in die Armee zurückzukehren. Die USA begrüssten Al-Malikis Vorstoss.

Insbesondere die Auflösung der Armee nach dem Sturz Saddam Husseins 2003 sehen Kritiker als schweren strategischen Fehler der USA. Viele Ex-Soldaten hatten sich in der Folge dem bewaffneten Widerstand gegen die ausländischen Truppen angeschlossen.

Zu der Konferenz waren auch Mitglieder der früher regierenden Baath- Partei in die «Grüne-Zone» gekommen. Zum Auftakt des zweitägigen Treffens hatte Al-Maliki am Samstag eine Umbildung seines seit sieben Monaten amtierenden Kabinetts angekündigt.

(li/sda)

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